Waffenruhe mit dem Libanon: Netanjahu: Hisbollah-Zerschlagung wird dauern
Trotz vorübergehender Waffenruhe bleibt Israels Ziel laut Netanjahu die Zerschlagung der vom Iran unterstützten Hisbollah. Nicht nur dafür hält er Geduld für nötig.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Israel strebt nach Angaben von Regierungschef Benjamin Netanjahu trotz Waffenruhe weiterhin die Zerschlagung der libanesischen Hisbollah-Miliz an. "Das wird nicht morgen erreicht werden. Es erfordert kontinuierliche Anstrengungen, Geduld und Ausdauer, zudem erfordert es ein geschicktes Agieren auf diplomatischem Parkett", sagte er in einer von seinem Büro am Nachmittag verbreiteten Videobotschaft.
Darin sagte Netanjahu weiter, er habe der "vorübergehenden Waffenruhe im Libanon" auf Bitten Trumps zugestimmt. Israel habe eine "tiefe Sicherheitspufferzone" an seiner Nordgrenze geschaffen, die die unmittelbare Bedrohung wie etwa einen Einmarsch der vom Iran unterstützten Hisbollah nach Israel verhindere. Zudem habe Israel rund 90 Prozent der Vorräte an Raketen und Geschossen der Miliz zerstört. Zugleich sagte Israels Ministerpräsident: "Wir haben die Aufgabe noch nicht beendet." Netanjahu versprach etwa Maßnahmen gegen die verbliebenen Raketen und Drohnen, wollte zunächst aber keine Einzelheiten nennen.
Für die Menschen in Nordisrael werde die Sicherheit "auf die eine oder andere Weise" wieder hergestellt, sagte der israelische Ministerpräsident weiter. In Israel hatte es nach Verkündigung der Waffenruhe mit dem Libanon Kritik gegeben, wonach die Bevölkerung in Nordisrael weiterhin durch die Hisbollah bedroht werde und Israels Kriegsziele nicht erreicht worden seien.
Mit Blick auf die ersten direkten Gespräche zwischen Vertretern Israels und dem Libanon seit mehr als 40 Jahren erklärte Netanjahu: "Der Weg zum Frieden ist noch lang, aber wir haben ihn begonnen." Zugleich sagte er: "Eine unserer Hände hält eine Waffe, unsere andere Hand strecken wir in Frieden aus."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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