Krieg in Nahost: Libanon: Israels Armee zerstört letzte Brücke im Süden

Binnenvertriebene im Libanon, die aus Beirut irgendwann zurück in den Süden wollen, könnten für die Fahrt nun viele Stunden oder gar Tage brauchen. Denn auch die letzte Brücke steht nicht mehr.

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Israels Armee hat nach offiziellen Angaben im Libanon die letzte Brücke zerstört, die den Süden mit dem Rest des Landes verbindet. Israelische Kampfflugzeuge hätten die Kasmijeh-Brücke komplett zerstört, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Damit werde das Gebiet südlich des Litani-Flusses vom Rest des Landes abgeschnitten und die Region faktisch isoliert. Die Brücke wurde schon bei vorigen Angriffen beschädigt, jetzt wurde auch der letzte noch stehende Teil zerstört.

Ein israelischer Armeesprecher sagte, die Luftwaffe habe nicht die Brücke selbst angegriffen, sondern auf einen Bereich daneben gezielt.

Viele Menschen sind aus dem südlichen Libanon vor Angriffen in den Norden geflohen, unter anderem in die Hauptstadt Beirut. Wenn sie von dort etwa in die Küstenstadt Tyrus zurückkehren wollen, könnten sie für eine Autofahrt, die normalerweise zwei Stunden dauert, wegen der nun zerstörten Brücke möglicherweise Tage brauchen. Auch Hilfsgüter für den Süden kommen vor allem auf Lastwagen aus dem Norden.

Auch in anderen Teilen des Landes griff Israel weitere Ziele an, darunter im Osten in der Bekaa-Ebene. Die libanesische Stadt Bint Dschubail im Süden ist seit Tagen schwer umkämpft, israelische Truppen und Hisbollah-Kämpfer liefern sich heftige Gefechte.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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