Iran-Krieg: Medien: USA fordern 20 Jahre keine Urananreicherung vom Iran

Darf der Iran künftig Uran anreichern? Diese Frage war laut US-Medien ein zentraler Streitpunkt bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Was die Seiten demnach jeweils gefordert haben.

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Die USA haben den Iran Medienberichten zufolge dazu aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag hätten sie Teheran bei den Verhandlungen am Wochenende vorgelegt, berichten das Nachrichtenportal "Axios" und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle beziehungsweise mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben - ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.

Der Iran hat nach Informationen von US-Medien seinerseits vorgeschlagen, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. "Axios" sprach von einem Zeitraum im "einstelligen" Bereich, das "Wall Street Journal" von wenigen Jahren. Auch die US-Forderung, dass das hochangereicherte Uran, das sich tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, aus dem Land entfernt werden solle, lehnten die Iraner den Berichten zufolge ab.

Trump: Hochangereichertes Uran wird nicht in Irans Händen bleiben

Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan waren am Wochenende ohne Einigung zu Ende gegangen. Das Kriegsziel der USA, dass der Iran niemals eine Atomwaffe haben dürfe, war nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ein zentraler Streitpunkt. Die Iraner hätten dem nicht zugestimmt, er denke aber, dass sie es noch tun werden, sagte Trump am Montag vor Journalisten.

"Wenn sie nicht zustimmen, gibt es keinen Deal." Der Iran werde keine Atomwaffen besitzen und man werde dessen hochangereichertes Uran bekommen. Die Iraner würden die Vorräte entweder selbst herausgeben oder man werde sie sich holen, betonte Trump.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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