Krieg: Hisbollah-Chef fordert Absage der Verhandlungen mit Israel

Am Dienstag kommen zum ersten Mal seit Jahrzehnten israelische und libanesische Vertreter für politische Gespräche zusammen. Die Hisbollah sieht darin eine Kapitulation.

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Hisbollah-Chef Naim Kassim hat kurz vor einem historischen Treffen israelischer und libanesischer Vertreter zum Abbruch der anstehenden Gespräche zwischen dem Libanon und Israel aufgerufen. Kassim rief die Regierung in Beirut in einer im Fernsehen übertragenen Rede dazu auf, eine "historischen Haltung" einzunehmen. Sie solle das Treffen absagen.

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten nehmen die libanesische Regierung und Israel in Washington morgen direkte Gespräche auf politischer Ebene auf. Israel strebt ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon und eine Entwaffnung der proiranischen Hisbollah im Libanon an. Die libanesische Regierung will zunächst vor allem eine Waffenruhe im derzeitigen Krieg und einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanons erreichen.

Die Hisbollah hat sich bisher gegen die Forderungen Israels gestellt. Kassim sagte nun, eine Entscheidung zu Verhandlungen bedürfe eines Konsens im Land. "Lasst uns gemeinsam der Aggression entgegentreten, und danach können wir uns über die Zukunft und alles Weitere verständigen", sagte der Generalsekretär der Hisbollah weiter. Verhandlungen kämen einer Reihe freiwilliger Zugeständnisse gleich, betonte er.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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