Donald Trump: "Amerika steht am Abgrund!" Ex-US-Minister warnt vor Kollaps
Dramatische Warnung aus den USA: Ex-Minister Robert Reich sieht das Land an einem gefährlichen Kipppunkt. Superreiche werden immer reicher, Kinder immer ärmer und die Bedrohungen wachsen. Trump sei der "gefährlichste Mensch im Weißen Haus".
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Ex-Arbeitsminister Robert Reich warnt vor gefährlichem Wendepunkt in den USA
- Extreme Ungleichheit: Vermögen explodieren, Kinderarmut verdoppelt sich
- Klimakrise und KI verschärfen laut Reich die Bedrohung zusätzlich
Der frühere US-Arbeitsminister Robert Reich sieht Amerika an einem kritischen Scheideweg. Nach einer Woche, die er selbst als "erschreckend" bezeichnet, stellt der emeritierte Professor für öffentliche Politik in Berkeley grundlegende Fragen zur Entwicklung seines Landes. Trotz aller Sorgen macht er klar: Ein Kurswechsel sei noch möglich – und dringend nötig.
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Donald Trump am Scheideweg: Top-Ökonom schlägt Alarm
Reich zeichnet ein drastisches Bild der wirtschaftlichen Lage: Wie konnte es so weit kommen, dass 19 superreiche amerikanische Haushalte ihr Vermögen in nur 24 Monaten um einen Betrag steigern konnten, der etwa der Wirtschaftsleistung Australiens entspricht? Gleichzeitig hat sich die Kinderarmutsrate in den USA mehr als verdoppelt – von 5,2 Prozent im Jahr 2021 auf mittlerweile über 13 Prozent. Reich, der auf 50 Jahre Erfahrung in der Beobachtung politischer und wirtschaftlicher Systeme zurückblickt, schreibt in einem Kommentar für "Raw Story", er könne nicht mit Sicherheit sagen, wie das Land an diesen Punkt gelangt sei. Dennoch weigere er sich, zu akzeptieren, dass ein Kurswechsel unmöglich oder zu spät sei.
Klimakrise außer Kontrolle? Billionen für fossile Energie
Die Klimakatastrophe rückt nach Reichs Einschätzung bedrohlich nahe. Frühlingstemperaturen im Westen der USA brechen bereits jetzt Rekorde. Trotzdem fließen jährlich über eine Billion Dollar an staatlichen Subventionen in die fossile Brennstoffindustrie. Banken haben seit dem Pariser Abkommen mehr als drei Billionen Dollar an Öl- und Gasunternehmen weitergeleitet – während kaum Gelder zum Schutz lebender Ökosysteme bereitstehen.
Auch bei künstlicher Intelligenz sieht Reich massive Gefahren. Die mächtigste Technologie der Menschheitsgeschichte bedrohe Millionen Arbeitsplätze und mache kritische Software in Finanz-, Energie- und Verteidigungssystemen verwundbar. KI habe mittlerweile so viel politische Macht angehäuft, dass sie sich jeglicher Regulierung entziehe.
"Gefährlichste Person im Weißen Haus!" Ex-US-Minister rechnet mit Trump ab
Reich ruft dazu auf, sich von Überzeugungen zu verabschieden, die seiner Ansicht nach zur Wiederwahl "der gefährlichsten Person, die jemals das Weiße Haus bewohnt hat" beigetragen haben. Dazu zählt er die Annahmen, dass wachsende Ungleichheit und ein immer größeres Militär unvermeidlich seien, dass eine Milliardärs-Oligarchie die Wirtschaft lenken müsse und ein "starker Mann" die Regierung führen solle.
Der gefährlichste Mythos von allen sei jedoch die Vorstellung, es gebe keine Alternative zum eingeschlagenen Weg. "Ich weigere mich, diesen deterministischen Mythos zu akzeptieren", schreibt Reich. Der erste Schritt zu echter systemischer Veränderung bestehe darin, nicht mehr daran zu glauben.
Trotz aller Bedrohungen bleibt Reich optimistisch. Als ihn Studenten fragten, woher angesichts dieser Lage seine Zuversicht komme, antwortete er: "Ich habe Vertrauen in die Güte und Vernunft des amerikanischen Volkes, wenn es sich der enormen Probleme bewusst wird, die unsere und die Existenz der Welt bedrohen." Die Probleme hätten inzwischen eine Größe und Gefährlichkeit erreicht, die niemand mehr ignorieren könne. Reich sieht einen Wendepunkt im Verständnis der Herausforderungen für das menschliche Überleben herannahen. "Es war eine erschreckende Woche, aber eine, die Millionen von Menschen aufweckt", schreibt der ehemalige Minister.
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