Nahost: Netanjahu: Wollen echtes Friedensabkommen mit dem Libanon

Israel und der Libanon wollen erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Netanjahu fordert als Ziel ein Friedensabkommen, das "über Generationen halten" soll.

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Israel strebt nach den Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein "echtes Friedensabkommen" mit dem Libanon an. Dieses solle "über Generationen halten", sagte er in einer Videobotschaft mit Blick auf anstehende Verhandlungen in Washington am Dienstag. Ein solcher Ausgang der Gespräche gilt allerdings als ungewiss.

Netanjahu bekräftigte gleichzeitig, Israel kämpfe weiter gegen die libanesische Hisbollah-Miliz, bis die Sicherheit der Ortschaften im Norden Israels gewährleistet sei. Seit Wiederaufflammen des Konflikts Anfang März habe Israel mehrere Hundert Hisbollah-Kämpfer getötet.

"Als Ergebnis der Stärke, die wir demonstriert haben, hat sich der Libanon innerhalb des vergangenen Monats mehrmals an uns gewandt", sagte Netanjahu. Anliegen sei dabei gewesen, "direkte Friedensgespräche aufzunehmen". Er habe dies gebilligt, unter zwei Bedingungen: Die Entwaffnung der Hisbollah und die Vereinbarung eines echten Friedensabkommens, das Bestand haben werde. Auch weitere Länder innerhalb und außerhalb der Region hätten sich an Israel gewandt, "weil sie unsere Stärke sehen".

Erste politische Gespräche seit Jahrzehnten

Die libanesische Regierung und Israel werden kommende Woche zum ersten Mal seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und der israelische Botschafter in Washington, Jechiel Leiter, sollen diese am Dienstag aufnehmen.

Libanons Präsident Joseph Aoun hatte in der Vergangenheit und seit Ausbruch des jüngsten Krieges zwischen Israel und der Hisbollah mehrfach ein Interesse daran bekundet. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah hat sich bisher entschieden dagegengestellt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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