George Clooney: Schauspieler liest US-Präsident Donald Trump die Leviten

Nach Donald Trumps Drohung gegen den Iran stellte George Clooney den US-Präsidenten öffentlich bloß und kritisierte den Mangel an Anstand in der US-Politik. Im Weißen Haus wurde er dafür verspottet. Doch Clooney hält dagegen und liest Trump die Leviten.

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George Clooney las Trump und seiner Regierung die Leviten. (Foto) Suche
George Clooney las Trump und seiner Regierung die Leviten. Bild: picture alliance/dpa/LPS via ZUMA Press Wire | Renata Roattino
  • George Clooney liest Donald Trump die Leviten
  • US-Regierung erhält Retourkutsche nach persönlicher Beleidigung
  • Schauspieler rügt US-Präsident und Regierung nach kindischer Attacke

George Clooney gehört zu den lautesten Trump-Kritikern und bietet dem US-Präsidenten seit Jahren die Stirn. Auch die jüngsten Iran-Drohungen des Republikaners ließ der Hollywood-Star nicht unkommentiert und legte sich öffentlich mit der US-Regierung an. Darüber berichtet aktuell das Nachrichtenportal "Metro".

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George Clooney liest Donald Trump die Leviten

Bei einer Veranstaltung seiner Stiftung im italienischen Cuneo hat George Clooney schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump erhoben. Vor rund 3.000 Schülern bezeichnete der 64-jährige Schauspieler Trumps Vorgehen im Iran-Konflikt als Kriegsverbrechen. "Manche sagen, Donald Trump sei in Ordnung. Aber wenn jemand sagt, er wolle eine Zivilisation beenden, dann ist das ein Kriegsverbrechen", erklärte Clooney. Man könne durchaus konservative Positionen vertreten, doch es gebe eine Grenze des Anstands, die nicht überschritten werden dürfe.

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Die Reaktion aus Washington ließ nicht lange auf sich warten. Allerdings griff Kommunikationsdirektor Steven Cheung nicht etwa zu politischen Argumenten, sondern attackierte Clooney persönlich. "Die einzige Person, die Kriegsverbrechen begeht, ist George Clooney mit seinen furchtbaren Filmen und seinem schrecklichen schauspielerischen Talent", schrieb er auf X.

George Clooney rügt US-Präsident und Regierung nach kindischer Attacke

George Clooney ließ die Attacke nicht unbeantwortet. In einer Stellungnahme gegenüber dem "Hollywood Reporter" verwies der Schauspieler auf die dramatische Lage: "Familien verlieren ihre Angehörigen. Kinder wurden verbrannt. Die Weltwirtschaft steht auf Messers Schneide." Dies sei ein Moment für intensive Auseinandersetzungen auf höchster Ebene, nicht für "infantiles Beschimpfen", betonte der 64-Jährige. Zugleich lieferte er eine völkerrechtliche Definition mit: Ein Kriegsverbrechen liege vor, "wenn die Absicht besteht, eine Nation physisch zu zerstören" – so festgelegt in der Völkermordkonvention und dem Römischen Statut.

Mit Selbstironie fragte Clooney zudem provokant nach der Verteidigungsstrategie der Regierung – "abgesehen davon, mich einen gescheiterten Schauspieler zu nennen, womit ich angesichts von Batman und Robin gerne einverstanden bin".

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/bos/news.de/dpa/stg

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