Donald Trump: Er ist "wahnsinnig" - Ex-Unterstützerin greift US-Präsidenten an

Ausgerechnet an Ostern eskaliert der Streit im Trump-Lager! Marjorie Taylor Greene, jahrelang eine seiner treuesten Unterstützerinnen, greift Donald Trump jetzt frontal an und nennt ihn "verrückt geworden", spricht ihm den christlichen Glauben ab und wirft seinen Anhängern sogar Mitschuld vor.

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Marjorie Taylor Greene war einst eine der lautstärksten Trump-Unterstützerinnen. Mittlerweile hat sich das Blatt jedoch gewandelt. (Foto) Suche
Marjorie Taylor Greene war einst eine der lautstärksten Trump-Unterstützerinnen. Mittlerweile hat sich das Blatt jedoch gewandelt. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Wire | Carol Guzy
  • Marjorie Taylor Greene greift Donald Trump öffentlich an – so scharf wie nie zuvor
  • Auslöser ist Trumps Drohung gegen den Iran, inklusive Attacken auf Kraftwerke und Brücken
  • Der Streit offenbart einen tiefen Riss im MAGA-Lager – ausgerechnet an Ostern

Die frühere republikanische Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene hat US-Präsident Donald Trump am Ostersonntag öffentlich attackiert. Auf der Social-Media-Plattform X bezeichnete sie den 77-Jährigen als "wahnsinnig" und stellte seinen christlichen Glauben infrage. Auslöser war Trumps Drohung gegen den Iran. Greene teilte Screenshots von Trumps Truth-Social-Beitrag und forderte alle Christen im Umfeld des Präsidenten auf: "Fallt auf die Knie und bittet Gott um Vergebung".

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"Wer ihn weiterhin unterstützt, macht sich mitschuldig", schrieb Greene und machte damit klar, wie tief der Riss im republikanischen Lager mittlerweile reicht. 

Der Konflikt begann mit einem provokanten Post von Trump auf Truth Social. Er gab dem Iran 48 Stunden, die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder zu öffnen. Die Drohung war deutlich: "Dienstag wird 'Kraftwerks-Tag' und 'Brücken-Tag' zugleich sein – im Iran", warnte Trump. Wer nicht kooperiere, werde in der Hölle leben. Die Straße von Hormus ist entscheidend für den globalen Ölhandel – Trumps Wortwahl sorgte für massive Verunsicherung in den internationalen Medien.

Er ist "kein Christ" - Marjorie Taylor Greene attackiert Donald Trump

Obwohl Greene den Iran nicht verteidigte, appellierte sie auf religiöser Ebene: Christen in der Regierung sollten für Frieden eintreten und eine weitere Eskalation verhindern. Sie stellte Trumps Handeln den Lehren Jesu gegenüber: "Trump ist kein Christ, deshalb verdient seine Politik keine Unterstützung", schrieb Greene. Trumps Vorgehen gefährdet unschuldige Menschen und bricht zentrale Wahlversprechen. "Das macht Amerika nicht wieder groß, das ist böse", fügte sie hinzu.

Vom treuen Verbündeten zur scharfen Kritikerin

Marjorie Taylor Greene galt über Jahre als zentrale Figur im MAGA-Lager und war eine der lautstärksten Unterstützerinnen Trumps. Doch in den letzten Monaten wuchs der Abstand: Besonders Trumps Zustimmung zu Militärschlägen gegen den Iran sorgte für Spannungen. Die Konsequenzen waren deutlich: Im November entzog Trump Greene offiziell seine Unterstützung. Kurz darauf zog sie sich aus dem Kongress zurück. Der Ostersonntag-Angriff zeigt nun, wie tief die Gräben innerhalb der republikanischen Partei mittlerweile sind.

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