Donald Trump: Er wurde "verraten und falsch beschuldigt" - Beraterin vergleicht Trump mit Jesus
Donald Trump wird seit Jahren von Teilen seiner Anhängerschaft wie ein Messias verehrt. Doch dieser Auftritt geht vielen zu weit. Seine spirituelle Beraterin Paula White stellt ihn bei einem Treffen mit religiösen Führern öffentlich in eine Reihe mit Jesus Christus. Es folgte Empörung, Spott und heftige Kritik im Netz.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Paula White vergleicht Donald Trump offen mit Jesus Christus und löst damit heftige Reaktionen aus
- Im Weißen Haus feiert die Predigerin Trump als "größten Glaubens-Champion" der US-Geschichte
- In sozialen Netzwerken schlagen die Aussagen hohe Wellen – viele Nutzer sprechen von Blasphemie
Bei einem Treffen mit religiösen Führern sorgte Paula White, die spirituelle Beraterin von Donald Trump, mit einem aufsehenerregenden Vergleich für Kontroversen. Die Predigerin stellte den ehemaligen US-Präsidenten in eine Reihe mit Jesus Christus. Eine Szene mit enormer Symbolkraft.
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Paula White vergleicht Donald Trump mit Jesus
"Du wurdest verraten und verhaftet und falsch beschuldigt. Es ist ein vertrautes Muster, das uns unser Herr und Erlöser gezeigt hat", sagte Whit zu Trump. Damit stellte sie direkte Parallelen zwischen Trumps politischem und juristischem Kampf und dem Leidensweg Jesu her. Wie Christus nach seiner Kreuzigung auferstanden sei, so habe auch Trump sich wieder erhoben, argumentierte sie. "Wegen seiner Auferstehung bist du aufgestanden", verkündete White vor den versammelten Glaubensvertretern.
In ihrer Ansprache bezeichnete White den Präsidenten als "größten Champion des Glaubens", den die Vereinigten Staaten jemals im höchsten Amt gesehen hätten. Sie lobte seine "mutige, unerschütterliche Überzeugung" und seinen Einsatz für die Religionsfreiheit sowohl in Amerika als auch weltweit. Trump erkenne die Macht im Namen Jesu Christi an, betonte die Predigerin. Sie erinnerte an frühere Briefings, bei denen verkündet worden sei, dass Menschen wieder beten und Gott verehren dürften. Die Anwesenden hätten daraufhin gejubelt und dem Herrn gedankt. White würdigte zudem Trumps Überzeugung, dass die Stärke einer Nation durch den allmächtigen Gott komme.
Trump-Rückkehr wird zur göttlichen Erzählung verklärt
White entwickelte eine theologische Argumentation, die Trumps Werdegang mit der biblischen Heilsgeschichte verknüpfte. Jesus habe durch seinen Tod und seine Auferstehung gezeigt, dass große Transformation große Opfer erfordere. "Niemand hat einen solchen Preis gezahlt wie Sie", erklärte sie dem Präsidenten und verwies darauf, dass es ihn beinahe das Leben gekostet habe.
Die Predigerin prophezeite Trump künftige Erfolge durch göttlichen Beistand. Weil Christus am dritten Tag das Böse besiegt und den Tod überwunden habe, werde auch Trump in allem siegreich sein, was er anpacke. "Gott hatte immer einen Plan", versicherte White.
White beschrieb ihre Ansprache als göttlich inspiriert. Während des Gebets habe der Heilige Geist sie angewiesen, dem Präsidenten die Dankbarkeit auszudrücken. "Es war, als hätte mich der Heilige Geist fokussiert und gesagt: 'Sag Präsident Trump, wie dankbar du für ihn bist'", schilderte sie den Moment.
Die Predigerin wies Behauptungen zurück, andere hätten Trumps Erfolge oder seinen Weg ins Präsidentenamt ermöglicht. "Die Wahrheit ist, dass Sie hier sind wegen Gott und wegen Ihnen selbst", stellte White klar. Sie dankte Trump dafür, dass er ihr ermöglicht habe, ihm, den Gläubigen und dem amerikanischen Volk zu dienen.
Paula White compares Trump to Jesus during event with faith leaders: "You were betrayed and arrested and falsely accused. It's a familiar pattern that our Lord and Savior showed us. Because of His resurrection, you rose up." pic.twitter.com/Ddc8hflU34
— Aaron Rupar (@atrupar) April 1, 2026
Heftige Reaktionen im Netz auf den Trump-Jesus-Vergleich
In den sozialen Netzwerken sorgt ein Video-Mitschnitt der Szene für reichlich Wirbel. Unzählige Nutzer zeigen sich entsetzt über den Trump-Jesus-Vergleich:
- "Dann versuchen wir doch mal, ihn ans Kreuz zu nageln", schreibt ein X-Nutzer.
- "Der Typ ist das schlimmste Beispiel für das Christentum. Und er gibt zu, dass er es nicht in den Himmel schafft. Er ist ein Betrüger, und das weiß er auch", heißt es in einem Tweet.
- "Donald Trump mit Jesus Christus zu vergleichen, ist nicht gewagt, sondern absurd. Der eine predigte Demut, Vergebung und Opferbereitschaft. Der andere verkauft Fanartikel zwischen seinen Gerichtsterminen.
Gegen jemanden zu ermitteln, ist keine Verfolgung.Kritisiert zu werden, ist keine Kreuzigung. Und politisches Chaos zu überstehen, ist keine Auferstehung", meint ein anderer X-Nutzer. - "Das ist mehr als respektlos, das ist geradezu beleidigend. Einen Politiker mit Jesus Christus zu vergleichen, ist kein 'Glauben', sondern Manipulation. Verrat, Verhaftung, Kritik – das gehört zur Politik dazu. Das ist NICHT die Kreuzigung", ist in einem weiteren Tweet zu lesen.
- "Ich bin zwar nicht religiös, aber ist das nicht Blasphemie?", schreibt ein X-Nutzer.
- "Blasphemisch. Es ist erschütternd zu sehen, wie ein US-Bischof direkt auf der Bühne steht, während Paula White Trump mit Jesus Christus vergleicht", heißt es in einem Tweet.
- "Als Katholik empfinde ich diese Frau in jeder Hinsicht als absolut blasphemisch und beleidigend", meint ein anderer X-Nutzer.
- "Donald Trump ist ein lebenslanger Betrüger und ein absoluter Schwindler. Das ist der wahnhafteste und verkommenste Mist, den ich je gehört habe. Diese Leute sind total verrückt", ist in einem weiteren Tweet zu lesen.
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