Iran-Krieg: Iran hängt erneut zwei Anhänger der Volksmudschahedin
Seit Kriegsbeginn geht Irans Justiz mit äußerster Härte gegen mutmaßliche Spione und Kritiker vor. Den zweiten Tag in Folge lässt Irans Justiz zwei Dissidenten hinrichten.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Den zweiten Tag in Folge hat Irans Justiz zwei Dissidenten hinrichten lassen. Die beiden Männer Babak Alipur und Puja Ghobadi seien am frühen Morgen durch Erhängen exekutiert worden, teilte das Sprachrohr der iranischen Justiz, die Nachrichtenagentur Misan mit. Ihnen wurden Angriffe auf sensible Einrichtungen des Landes zur Last gelegt und sollen der im Iran verbotenen Oppositionsgruppe der Volksmuschahedin angehört haben.
Die Exil-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem im Iran zu stürzen. Im Ausland gründeten ihre Anhänger im Jahr 1981 den Nationalen Widerstandsrat. Die Organisation ist jedoch äußerst umstritten und wird innerhalb und außerhalb des Iran auch von Oppositionellen größtenteils abgelehnt. Bereits am Montag waren zwei ihrer Anhänger im Iran hingerichtet worden.
Die ursprünglich islamistisch-sozialistische Bewegung der Volksmudschahedin stand in der EU und den USA zeitweise auf der Terrorliste. Kritiker halten ihre Strukturen für undemokratisch und totalitär.
Mit äußerster Härte gegen Kritiker
Seit Kriegsbeginn geht Irans Justiz mit äußerster Härte gegen Kritiker vor. Mehrere Männer wurden seitdem bereits wegen mutmaßlicher Spionage für Israel hingerichtet. Menschenrechtsgruppen kritisieren seit langem den Einsatz der Todesstrafe im Iran. Sie werfen den Behörden vor, Hinrichtungen vor allem als Mittel der Einschüchterung zu nutzen. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Menschenrechtsnetzwerks HRANA mehr als 2.000 Menschen hingerichtet – so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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