Donald Trump: Hoch über den Wolken deutet Trump "Verrat" an Verbündeter an
An Bord der Air Force One deutet Donald Trump an, seine mögliche Kandidatin für die oberste Gesundheitsbehörde fallen zu lassen. Casey Means hat ein unüberwindbares Problem - und verliert selbst bei Republikanern jeden Rückhalt.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump setzte bisher auf Wellness-Influencerin ohne aktive Lizenz
- Casey Means: Trump könnte Verbündete fallenlassen
- Casey Means kontroverse Anhörung entsetzt Republikaner
- Trump-Ex schießt quer und übt vernichtende Kritik
Donald Trump lässt die mögliche Nominierung von Casey Means als oberste Gesundheitsbehörde des Landes offenbar fallen. Auf dem Rückflug von seinem Mar-a-Lago-Anwesen in Florida nach Washington äußerte sich der Präsident an Bord der Air Force One zu möglichen Konsequenzen. Videos beim Kurznachrichtendienst X dokumentieren seine Worte.
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Donald Trump setzte bisher auf Wellness-Influencerin ohne aktive Lizenz
Die 38-jährige Means ist eine ehemalige Medizinerin, die sich zu einer prominenten Wellness-Influencerin entwickelt hat. Im vergangenen Mai ernannte Trump sie zur Kandidatin für das Amt des Surgeon General, eine der bedeutendsten medizinischen Autoritätspositionen der Vereinigten Staaten.
- Means gilt als Liebling von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und dessen "Make America Healthy Again"-Bewegung, kurz MAHA. Diese Initiative versucht, alternative Gesundheitsansätze in die offizielle Gesundheitspolitik zu integrieren.
- Doch seit ihrer Nominierung kämpft Means vergeblich um ausreichende Unterstützung im Senat. Sie steht unter intensiver Beobachtung wegen mehrerer problematischer Aspekte: Ihr fehlt eine aktive Arztzulassung, und ihre praktische klinische Erfahrung wird als unzureichend bewertet.
- Hinzu kommen ihre impfskeptischen Positionen sowie mögliche Interessenkonflikte durch ihre Tätigkeit als Wellness-Influencerin.
Casey Means: Trump könnte Verbündete fallenlassen
Auf die Frage von Reportern, ob er die Nominierung der umstrittenen MAHA-Influencerin zurückziehen werde, antwortete Trump:
- "So etwas wäre möglich."
Der Präsident betonte vielsagend, dass es "viele großartige Kandidaten für diese Position" gebe. Seine Aussagen deuten auf eine klare Distanzierung hin. Trump erklärte weiter, man prüfe "eine Menge verschiedener Dinge", und er wisse nicht, wie es um Means' Nominierungsverfahren stehe.
Casey Means kontroverse Anhörung entsetzt Republikaner
Bei einer intensiven Befragung im Senat Ende Februar gerieten Means' Positionen unter heftigen Beschuss. Selbst republikanische Senatoren zeigten sich anschließend besorgt über ihre kompromisslose Weigerung, Eltern zur Impfung ihrer Kinder gegen Grippe und Masern zu raten.
Trump-Ex schießt quer und übt vernichtende Kritik
Zusätzlichen Widerstand erfährt die Nominierung von unerwarteter Seite: Jerome Adams, der während Trumps erster Amtszeit als Surgeon General diente, übte in einem Interview mit der "Washington Post" vernichtende Kritik. Means würde den Voraussetzungen und Anforderungen nicht entsprechen, erklärte Adams.
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rut/news.de
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