Pete Hegseth: Brisante Vorwürfe nach irritierendem Gebet - hat er das wirklich gesagt?
Trumps Verteidigungsminister Pete Hegseth soll Militärgeistliche systematisch unter Druck setzen, die seine Kriegspläne gegen den Iran nicht mittragen wollen. Insider sprechen von einer angeblich schwierigen Atmosphäre im Pentagon.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Pete Hegseth: Brisante Vorwürfe gegen Trump-Minister
- "Überwältigende Gewalt gegen Feinde der Rechtschaffenheit"
- Seelsorger berichten von systematischer Ausgrenzung
- "Terrorisierende" Arbeitsatmosphäre im Verteidigungsministerium
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht sich schwerwiegenden Vorwürfen ausgesetzt. Berichten zufolge soll er Militärgeistliche unter Druck gesetzt haben, die sich weigern, seine Kriegspläne gegen den Iran zu unterstützen. Die Analystin Michelle Boorstein von der "Washington Post" berichtet von alarmierenden Entwicklungen im Pentagon.
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Pete Hegseth: Brisante Vorwürfe gegen Trump-Minister
Hegseth wird vorgeworfen, das Christentum als Waffe einzusetzen, um militärische Aktionen zu legitimieren. Seine konfrontative Wortwahl bei einem Gebetstreffen im Pentagon hat bei Seelsorgern und hochrangigen Beamten des Militärs angeblich erhebliche Besorgnis ausgelöst.
Die Situation habe eine Atmosphäre der Furcht geschaffen, heißt es. Militärische Führungskräfte und ehemalige ranghohe Offiziere warnen vor den Folgen dieser Entwicklung. Sie befürchten systematische Konsequenzen für Geistliche, die sich dem Kurs des Verteidigungsministers nicht anschließen wollen.
"Überwältigende Gewalt gegen Feinde der Rechtschaffenheit"
Bei einem Gebetstreffen im Pentagon verwendete Hegseth demnach eine religiöse Sprache, die militärische Gewalt explizit mit einem göttlichen Auftrag verknüpfte.
- Er betete demnach: "Lass jede Runde ihr Ziel gegen die Feinde der Rechtschaffenheit und unserer großen Nation finden. Gib ihnen Weisheit bei jeder Entscheidung und überwältigende Gewalt gegen jene, die[...]"
Die Wortwahl markiert einen beunruhigenden Wandel in der Art, wie das Pentagon militärische Operationen darstellt.
Mehrere ehemalige hochrangige Militärbeamte, Leiter der Militärseelsorge, Veteranengruppen sowie aktive Pentagon-Mitarbeiter und Offiziere bewerten diese Abkehr von historischen Standards als gefährlich. Boorstein zitiert diese breite Koalition von Kritikern in ihrem Bericht.
Trump-Minister Hegseth: Seelsorger berichten von systematischer Ausgrenzung
Der pensionierte Generalmajor Randy Manner, der als stellvertretender Kommandeur der Nationalgarde diente und Hunderte Militärseelsorger ausbildete, erhielt demnach alarmierende Berichte von aktiven Geistlichen.
Diese berichten von systematischen Vergeltungsmaßnahmen gegen jene, die sich nicht mit Hegseth identifizieren. Die betroffenen Geistlichen fühlen sich zunehmend marginalisiert. Sie können ihre Bedenken nicht einmal gegenüber ihren direkten Vorgesetzten äußern. Ihre Aufgabe als primäre Fürsprecher für das geistliche, mentale und moralische Wohlergehen der Truppen sehen sie in Gefahr.
"Terrorisierende" Arbeitsatmosphäre im Verteidigungsministerium
Pentagon-Insider zeichnen dem Bericht zufolge ein düsteres Bild der aktuellen Arbeitsbedingungen. Die Stimmung im Ministerium wird als eisig beschrieben. Eine anonyme Quelle aus dem Verteidigungsministerium charakterisierte die gegenwärtige Umgebung sogar als "terrorisierend".
Mitarbeiter, die unter Hegseths Führung arbeiten, leben demnach in ständiger Sorge vor beruflichen Konsequenzen. Sie befürchten, entlassen oder anderweitig sanktioniert zu werden, wenn sie seine christlich-nationalistische Weltanschauung ablehnen.
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rut/news.de
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