Karoline Leavitt: Während "The Don" noch prahlt - Trump-Sprecherin tobt gegen Kritiker
Während Donald Trump sein 400-Millionen-Dollar-Ballsaal-Projekt als pünktlich und im Budget preist, offenbaren Architekten gravierende Konstruktionsmängel. Pressesprecherin Karoline Leavitt reagiert mit wütenden Angriffen auf die Kritiker.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump enthüllt Pläne für das Weiße Haus im Flugzeug
- Wirbel um Trumps Bau im Weißen Haus: Experten sind fassungslos
- Karoline Leavitt: Trump-Pressesprecherin wütet gegen Kritiker
US-Präsident Donald Trump hat an Bord der Air Force One sein umstrittenes Ballsaal-Vorhaben am Weißen Haus verteidigt - wieder einmal. Das 400-Millionen-Dollar-Projekt liege zeitlich vor dem Plan und unterschreite das veranschlagte Budget, erklärte er gegenüber Reportern auf dem Rückflug von seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida nach Washington.
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Donald Trump enthüllt Pläne für das Weiße Haus im Flugzeug
Der US-Präsident präsentierte neue Visualisierungen des geplanten Ballsaals, während rechtliche Auseinandersetzungen das Bauvorhaben bedrohen. Der National Trust for Historic Preservation hat eine Klage eingereicht, in der die Regierung beschuldigt wird, erforderliche Überprüfungen und öffentliche Beteiligung umgangen zu haben.
- Ein Bundesrichter kündigte zuletzt an, noch bis Ende März zu entscheiden, ob er eine einstweilige Verfügung erlässt, die den Bau vorläufig stoppen würde. Das Projekt erforderte bereits den Abriss des historischen East Wing des Weißen Hauses.
Wirbel um Trumps Bau im Weißen Haus: Experten sind fassungslos
Der geplante Ballsaal soll mehr als dreimal so groß wie das Weiße Haus selbst werden, was die historische Symmetrie des Anwesens zerstören würde. Ein Team aus Experten der "New York Times" analysierte die Baupläne für den Ballsaal und deckte dabei angeblich Konstruktionsmängel auf. Die Prüfung erfolgte durch einen ausgebildeten Architekten, einen Experten für Bildende Künste und einen Stadtplanungs-Fachautor. Das Resultat ist erschreckend:
- Der auf 90.000 Quadratfuß ausgelegte Ballsaal weist laut den Experten unechte Fenster an der Nordseite auf. Säulen versperren die Sicht im Inneren des Saals, während die Dachfläche unnötig ausladend gestaltet ist.
- Besonders pikant: Mehrere Treppen vom Erdgeschoss scheinen keinerlei Verbindung zum eigentlichen Ballsaal-Eingang zu haben.
Karoline Leavitt:Trump-Pressesprecherin wütet gegen Kritiker
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, reagierte mit scharfen Angriffen auf die Analyse der Architekten. Auf der Plattform X griff sie die Qualifikationen der drei Experten frontal an und stellte deren Kompetenz infrage.
- "Die New York Times ließ drei zufällige Leute, die 'Bildende Kunst studiert', 'lange über Stadtplanung geschrieben' und nie etwas gebaut haben, einen Artikel schreiben, der den neuen Ballsaal des Weißen Hauses kritisiert", wetterte Leavitt.
Sie konterte mit dem Verweis auf Trumps Bauerfahrung:
- "Präsident Trump und sein Chefarchitekt haben weltweit erstklassige Gebäude errichtet und stellen sicher, dass das Haus des Volkes endlich einen schönen Ballsaal bekommt, der seit Jahrzehnten gebraucht wird - ohne Kosten für den Steuerzahler."
- Das Weiße Haus betont wiederholt, dass Milliardärsfreunde Trumps die 400 Millionen Dollar privat finanzieren.
Donald Trump plaudert militärischen Komplex unter dem Weißen Haus aus
Trump enthüllte weitere Details zur Architektur des umstrittenen Bauwerks. Er bezeichnete den Ballsaal als eine Art Überdachung für einen massiven militärischen Komplex, der unterhalb des Gebäudes entstehen soll.
Die Konstruktion wird mit hochwertigem, kugelsicherem Glas ausgestattet, teilte der Präsident mit. Zusätzlich soll ein gegen Drohnenangriffe gesichertes Dach das Gebäude schützen. "Leider leben wir in einem Zeitalter, in dem das eine gute Sache ist", kommentierte Trump die Notwendigkeit solcher Sicherheitsmaßnahmen.
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rut/news.de/stg
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