Krieg in Nahost: Libanon: Israelische Armee rückt weiter im Süden vor

Israels Ministerpräsident Netanjahu hat für den südlichen Libanon eine "größere Pufferzone" angekündigt. Viele Libanesen sorgen sich vor einer erneuten langen Besatzung wie in den 1990er Jahren.

Erstellt von - Uhr

Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Microgen

Die israelische Armee rückt mit Bodentruppen weiter im südlichen Libanon vor. Die Truppen seien im Süden acht Kilometer weit von der Grenze ins Landesinnere vorgedrungen, sagte der libanesische Verteidigungsminister Michel Menassa in einer Kabinettssitzung. Die Regierung wolle voraussichtlich eine Beschwerde beim UN-Sicherheitsrat einreichen. Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr aus Sicherheitskreisen ebenfalls, dass die israelische Armee weiter vordringe. Demnach waren dort auch israelische Panzer zu sehen.

Israels Armee teilte mit, die Truppen hätten in einer Schule im Ort al-Chiam Hunderte Waffen entdeckt, darunter Panzerabwehrraketen, Mörsergranaten und Sprengsätze.

Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz berichtete von Bodenkämpfen mit israelischen Truppen im Grenzgebiet. Sie beanspruchte dabei mehrere Angriffe auf israelische Stellungen im südlichen Libanon für sich.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach Medienberichten die Einrichtung einer "größeren Pufferzone" angekündigt mit dem Ziel, die Hisbollah weiter nach Norden zu drängen. Viele Libanesen fürchten eine großangelegte Bodeninvasion Israels mit anschließender Besatzung im Süden des Landes. Israel hatte den südlichen Libanon 18 Jahre lang bis zum Jahr 2000 besetzt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":

/roj/news.de

Themen:

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.