Donald Trump: Von wegen geistiger Verfall - Trump-Insider sieht viel größeres Problem
Ein Ex-Stabschef aus dem Heimatschutzministerium warnt: Das wahre Problem im Weißen Haus sei nicht die Debatte über Trumps geistige Fitness, sondern dass in seiner zweiten Amtszeit niemand mehr bereit sei, dem Präsidenten zu widersprechen.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump: Es geht nicht um seine geistige Fitness
- Trump-Problem "weit alarmierender als jede Demenz-Debatte"
- Donald Trump wollte Sturm-Opfer zum Bleiben ermutigen
- Trump-Berater zu verängstigt, um Wahrheit zu sagen
Ein ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter des Weißen Hauses schlägt Alarm: Die gegenwärtige Lage in der Trump-Administration sei weitaus besorgniserregender als die öffentliche Debatte über die mentale Verfassung des Präsidenten vermuten lasse.
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Donald Trump: Es geht nicht um seine geistige Fitness
Miles Taylor, der früher als Stabschef im Heimatschutzministerium tätig war, warnt in einer Kolumne für "The i Paper" vor einem fundamentalen strukturellen Problem. Die eigentliche Frage sei nie gewesen, ob Trump noch geistig fit sei, sondern ob das System um ihn herum in der Lage sei, seine gefährlichsten Impulse abzufangen.
Trump-Problem "weit alarmierender als jede Demenz-Debatte"
In der ersten Amtszeit habe dies gerade noch funktioniert, schreibt Taylor. Doch in der zweiten Amtszeit sei niemand mehr bereit, dem Präsidenten zu widersprechen oder ihn zu korrigieren. Diese Entwicklung sei "weit alarmierender als jede Demenz-Debatte", so der ehemalige Regierungsmitarbeiter.
Donald Trump wollte Sturm-Opfer zum Bleiben ermutigen
Taylor schildert eine Episode aus dem Jahr 2018, die das veränderte Umfeld verdeutlicht. Bei Beratungen über einen herannahenden Hurrikan der Kategorie 5 in North und South Carolina hatte Trump zunächst einen gefährlichen Gedanken geäußert. Er berichtete von einem Fernsehinterview mit einem seiner Anhänger, der trotz des Sturms bleiben wollte.
- "Das ist es, was Trump-Anhänger tun. Sie sind hart im Nehmen. Sie halten durch. Ich denke, das werde ich ihnen sagen", habe der Präsident überlegt, so Taylor.
- Die Mitarbeiter seien fassungslos gewesen, dass Trump Bewohner ermutigen könnte, Evakuierungswarnungen zu ignorieren.
Ein geschickter Berater habe ihn jedoch umstimmen können.
- "Ich würde dieses Risiko nicht eingehen. Das wird ein ziemlich schlimmer Sturm, und Sie wollen vor der Wahl 2020 keine Unterstützer in den Carolinas verlieren", lautete das Argument. Trump gab nach und ordnete Evakuierungsaufrufe an.
Trump-Berater zu verängstigt, um Wahrheit zu sagen
Taylor vermutet, dass die damalige Hurrikan-Konversation heute anders ausgehen würde. Der Präsident sei nun von einem Team umgeben, das bereit sei, seine ursprünglichen Instinkte zu verstärken, statt sie zu dämpfen. Bei globalen Krisen würden sie ihm nicht helfen, Katastrophen zu vermeiden. Der frühere DHS-Stabschef bezieht sich dabei auf aktuelle Berichte der "New York Times" über das Verhalten von Regierungsmitarbeitern. Demnach seien Mitarbeiter des Präsidenten zu vorsichtig, um "der Macht die Wahrheit zu sagen". Sie hätten zu viel Angst, Trump zu konfrontieren.
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rut/news.de
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