Donald Trump: "Sie ekeln mich an" - "The Don" vergisst sich bei Wutausbruch komplett
Bei einer Republikaner-Spendengala ließ Donald Trump seinem Ärger über zwei Bundesrichter freien Lauf, die er selbst ins Amt gebracht hatte. Neil Gorsuch und Amy Coney Barrett würden ihn anekeln, donnerte der US-Präsident.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump: Wutausbruch in aller Öffentlichkeit
- US-Präsident droht Milliarden-Hammer nach Gerichtsentscheidung
- Diese Entscheidung ließ "The Don" ausflippen
Bei einer Spendengala für Republikaner im Kongress ließ US-Präsident Donald Trump seinen Unmut über das höchste Gericht des Landes freien Lauf. Während seiner einstündigen Ansprache in der Union Station in Washington D.C. widmete der 79-Jährige mehrere Minuten einem verbalen Angriff auf den Supreme Court. Videos im Netz dokumentieren den Wutausbruch.
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Donald Trumps Wutausbruch in aller Öffentlichkeit: "Sie ekeln mich an"
Im Fokus von Donald Trumps Wutausbruch standen zwei Richter, die er selbst während seiner ersten Amtszeit ernannt hatte: Neil Gorsuch und Amy Coney Barrett. Beide hatten zuletzt gegen seine weitreichenden Zollpläne gestimmt. Trump äußerte sich bei der Veranstaltung des National Republican Congressional Committee äußerst scharf über die beiden Juristen.
- "Zwei der Personen, die dafür gestimmt haben, habe ich ernannt, und sie ekeln mich an. Sie ekeln mich an, weil sie schlecht für unser Land sind", sagte Trump vor den Anwesenden.
Donald Trump droht Milliarden-Hammer nach Gerichtsentscheidung
Trump machte auch seinem Ärger über die finanziellen Konsequenzen der Gerichtsentscheidung Luft.
- Das Urteil werde die Vereinigten Staaten möglicherweise Hunderte Milliarden Dollar an Zollrückzahlungen kosten, die amerikanische Importeure geleistet hätten.
- Der Präsident beklagte, dass diese Summen nun an jene zurückfließen würden, "die unser Land abgezockt haben".
- Besonders frustriert zeigte sich Trump darüber, dass nach seiner Ansicht eine einzige Formulierung dies hätte verhindern können. Der Supreme Court habe sich geweigert, "einen kleinen Satz" einzufügen, der festgelegt hätte, dass bis zum Urteilszeitpunkt eingenommene Gelder nicht zurückerstattet werden müssten.
Zum Hintergrund:Im vergangenen Monat entschied der Supreme Court mit sechs zu drei Stimmen gegen die Zollstrategie des Präsidenten. Die von Trump nominierten Richter schlossen sich dabei ihren liberalen Kollegen an und stellten fest, dass der Präsident seine Befugnisse überschritten habe. Trump hatte versucht, umfassende Zölle gegen zahlreiche Länder weltweit zu verhängen. Das Gericht urteilte, dass ein Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977 nicht als rechtliche Grundlage für solch weitreichende Handelsmaßnahmen dienen könne.
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rut/news.de
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