Donald Trump: Schwerer Vorwurf - "The Don" soll geheime Militärkarte gezeigt haben
An Bord seines Privatjets zum Golfclub Bedminster präsentierte Donald Trump im Jahr 2022 offenbar eine geheime Militärkarte über US-Stellungen im Nahen Osten - jetzt sind amerikanische Truppen im Konflikt mit dem Iran im Einsatz.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Brisante Vorwürfe gegen "The Don" werden öffentlich
- Donald Trump könnte Militärgeheimnisse gezeigt haben
- Geschäftliche Motive hinter Dokumenten-Affäre vermutet
- US-Präsident weist Vorwürfe zurück
Demokratische Abgeordnete im Repräsentantenhaus haben bisher unbekannte Unterlagen vorgelegt. Diese deuten darauf hin, dass der heutige US-Präsident Donald Trump im Jahr 2022 eine geheime Karte mit Mitreisenden in einem Flugzeug teilte. Der Vorfall ereignete sich auf dem Weg zu seinem Golfanwesen in Bedminster, New Jersey, als Trump nicht mehr im Amt war.
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Donald Trump: Brisante Vorwürfe gegen "The Don" werden öffentlich
Die Anschuldigungen wurden von Abgeordnetem Jamie Raskin vorgebracht, dem ranghöchsten Demokraten im Justizausschuss des Repräsentantenhauses. In einem Schreiben an Vertreter der Trump-Regierung legte Raskin die Vorwürfe dar. Raskin warnte in seinem Brief eindringlich vor den möglichen Folgen für die nationale Sicherheit. Das Justizministerium besitze Beweise dafür, dass Trump bereits die Sicherheit des Landes gefährdet habe.
Die Enthüllungen basieren auf Materialien, die während der republikanischen "Arctic Frost"-Ermittlungen zugänglich wurden. Die bundesstaatliche Untersuchung befasst sich mit den Bemühungen von Trump-Anhängern, das Präsidentschaftswahlergebnis 2020 umzukehren. Der ehemalige CBS-News-Reporter Scott MacFarlane berichtete über Raskins Schreiben, das auf diesen Informationen fußt.
Donald Trump könnte Militärgeheimnisse gezeigt haben
Raskin äußerte besondere Besorgnis über die Art der geteilten Karte und deren mögliche Empfänger. Sie könnte die militärische Aufstellung der USA im Nahen Osten betreffen. Sollte das Dokument tatsächlich ausländischen Vertretern gezeigt worden sein, wäre dies gravierend.
- "Falls diese Karte mit unserer militärischen Haltung im Nahen Osten zusammenhängt und sie tatsächlich irgendeinem ausländischen Offiziellen gezeigt wurde, saudisch oder anderweitig, würde das einen unverzeihlichen Verrat an unseren Männern und Frauen in Uniform darstellen", schrieb Raskin.
In seinem Schreiben unterstrich Raskin die besondere Brisanz der Angelegenheit angesichts der aktuellen Situation.
- "Unser Land befindet sich im Krieg, amerikanische Leben stehen auf dem Spiel, und die Antwort auf diese Fragen war noch nie dringlicher", führte er aus.
Donald Trump: Geschäftliche Motive hinter Dokumenten-Affäre vermutet
Ermittler, die unter dem ehemaligen Sonderermittler Jack Smith arbeiteten, haben laut Berichten von "MS NOW" einen möglichen Beweggrund für Trumps Handeln ermittelt.
- Die Untersuchungen deuten darauf hin, dass Trump angeblich Tausende hochgeheime Unterlagen in sein Mar-a-Lago-Anwesen verlagerte.
- Die Dokumente hätten möglicherweise einen praktischen Nutzen für seine Geschäftsinteressen haben können.
Raskin stellte in seinem Brief klar, dass das Justizministerium über Beweismaterial verfüge. Dieses zeige, dass Trump die nationale Sicherheit bereits zugunsten der Geschäfte der Trump-Familie aufs Spiel gesetzt habe. Er forderte ein Ende der Verschleierung und verlangte umfassende Transparenz.
Donald Trump weist Vorwürfe zurück
Der Präsident weist sämtliche gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. Trump hat wiederholt und fälschlicherweise die Behauptung aufgestellt, er habe ein unbeschränktes Recht gehabt, beliebige klassifizierte Unterlagen mitzunehmen. Er beruft sich dabei auf den Presidential Records Act, obwohl diese Interpretation rechtlich nicht zutreffend ist.
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rut/news.de
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