Parlamentswahl in Dänemark: Frederiksen will dänische Regierungschefin bleiben

Die Sozialdemokraten schneiden bei der Parlamentswahl historisch schlecht ab - bleiben aber stimmenstärkste Partei. Für Mette Frederiksen steht fest: Sie will auch die künftige Regierung anführen.

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Trotz des historisch schlechten Abschneidens ihrer Partei bei der Parlamentswahl in Dänemark will die Sozialdemokratin Mette Frederiksen Regierungschefin bleiben. "Natürlich ärgere ich mich, dass wir nicht mehr Stimmen bekommen haben", sagte Frederiksen in ihrer Wahlnachtrede. Trotzdem seien die Sozialdemokraten weiterhin "die mit Abstand beliebteste politische Partei der Dänen".

Die Sozialdemokraten waren mit 21,9 Prozent der Stimmen als stärkste Kraft aus der Wahl hervorgegangen. Der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge ist das aber ihr schlechtestes Ergebnis seit mehr als einem Jahrhundert - und ein deutlicher Rückgang im Vergleich zur vorherigen Wahl 2022: Die Partei wird künftig zwölf Mandate weniger haben.

"Wir haben unter sehr schwierigen Bedingungen die Regierungsverantwortung gehabt", sagte Frederiksen mit Blick auf die Folgen der Corona-Pandemie, den Ukraine-Krieg und andere Krisen. Unter diesen Voraussetzungen sei das Ergebnis "okay". Mit wem sie künftig regieren will, verriet die 48-Jährige nicht.

Das Land steht nun vor einer schwierigen Regierungsbildung, da die Wahl keine klaren Mehrheitsverhältnisse im Parlament ergab. Klar ist nur: Frederiksens Drei-Parteien-Regierung der politischen Mitte ist faktisch abgewählt. Die Koalition sei "gelinde gesagt" nie beliebt gewesen, habe aber angesichts vieler Krisen auf der Welt einiges erreicht, sagte Frederiksen. Auch ein Bündnis der Sozialdemokraten mit mehreren links-grünen Parteien verfügt im neu zusammengesetzten Parlament über keine Mehrheit der Sitze.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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