Atommüll: Atommüll-Transport in NRW: Polizei startet Großeinsatz
Die Polizei bereitet sich auf einen großen Einsatz zum Schutz des Castor-Transportes vor. Umweltschützer und Anti-Atomkraft-Initiativen demonstrieren an mehreren Standorten.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Polizei hat am Abend in Jülich mit einem Großeinsatz zum Schutz eines Atommüll-Transports begonnen. "Wir sind gut vorbereitet auf alle Szenarien und schauen, was der Abend so bringt", sagte eine Sprecherin. Die Polizei machte keine konkreten Angaben, wann der Castor-Transport rollen soll. Er soll vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus gehen. Atomkraft-Gegner erwarten den Start noch am Abend.
In Jülich und Ahaus gingen die angekündigten Proteste los. In Jülich findet eine Mahnwache vor dem Forschungszentrum statt, in Ahaus eine Demonstration vom Bahnhof zum Rathaus. Angaben zur Zahl der Teilnehmer und Einsatzkräfte machte die Polizei nicht. Ab 20 Uhr wollen die Atomkraftgegner der Bürgerinitiative Ahaus auch eine nächtliche Dauermahnwache vor dem Zwischenlager einrichten.
Zahlreiche Transporte nötig
Bei dem Atommüll handelt es sich um rund 300.000 Brennelemente-Kugeln aus einem 1988 abgeschalteten Versuchsreaktor in Jülich. Sie befinden sich in insgesamt 152 Castor-Schutzbehältern, die mit diesem ersten Transport und dann zahlreichen weiteren ins Zwischenlager Ahaus gebracht werden sollen.
Auf der gut 170 Kilometer langen Strecke wird nach bisherigen Angaben voraussichtlich jeweils ein kleiner Konvoi von bis zu vier Schwertransportern unterwegs sein.
Es gibt in Deutschland derzeit noch keine Endlager, in denen auf Hunderttausende Jahre hinweg strahlender Atommüll sicher gelagert werden kann. Stattdessen gibt es sechzehn Zwischenlager, unter anderem in Ahaus.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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