Donald Trump: Widerspruch nach Briefwahl-Hass aufgedeckt
Donald Trump wetterte am Montag vor Polizisten gegen mutmaßlichen Briefwahl-Betrug. Doch der US-Präsident widerspricht sich. Stunden später kam heraus, dass er selbst gerade per Post abgestimmt hatte.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Donald Trump schimpfte über mutmaßlichen Briefwahl-Betrug
- Zeitung deckt auf: US-Präsident stimmte selbst per Brief ab
- Trump bezeichnete Briefwahlen in der Vergangenheit als korrupt.
Am Montag (23. März) holte Donald Trump vor einer Polizei-Taskforce in Memphis zum verbalen Rundumschlag gegen die Briefwahl aus. Der Präsident bezeichnete das Verfahren in einem auf der Plattform X geteilten Videoausschnitt als "Briefwahl-Betrug" und kündigte an, dagegen vorgehen zu wollen. Nur wenige Stunden später enthüllte die "Washington Post", dass der US-Präsident selbst per Briefwahl abgestimmt hatte.
Donald Trump schimpfte über angeblichen Briefwahl-Betrug und stimmte selbst per Post
Die Webseite der Wahlbehörde von Palm Beach County bestätigt, dass der an seinem Anwesen Mar-a-Lago registrierte Präsident bei der Sonderwahl zum Staatshaus in Florida einen Briefwahlzettel eingereicht hat. Ein Sprecher der Behörde bestätigte die Richtigkeit dieser Angaben. Dabei hätte der Präsident gar nicht zur Briefwahl greifen müssen. Trump verbrachte das vergangene Wochenende in Palm Beach, wo die vorzeitige Stimmabgabe vor Ort bis einschließlich Sonntag möglich war. Er entschied sich dennoch für den postalischen Weg.
Trump: It was brought to my attention today that we’re the only country that does mail in voting. I call it mail in cheating. pic.twitter.com/2bNmgoK6km
— Acyn (@Acyn) March 23, 2026
Trumps Hass-Tirade gegen Briefwahlen
Bei der Abstimmung ging es um einen Sitz im Staatshaus von Florida, bei dem der Republikaner Jon Maples gegen die Demokratin Emily Gregory antritt. Es ist nicht das erste Mal, dass Trump trotz seiner öffentlichen Tiraden selbst zum Briefumschlag greift – bereits 2020 nutzte er diese Methode, während er sie gleichzeitig als korrupt brandmarkte. Seine damalige Rechtfertigung gegenüber Reportern: "Ich darf das." In sozialen Medien hatte er noch im vergangenen Jahr angekündigt, eine Bewegung zur Abschaffung der Briefwahl anführen zu wollen, und erklärt: "Wahlen können mit Briefwahl niemals ehrlich sein."
Das Weiße Haus äußert sich nach Wirbel um Trump-Wahl
Das Weiße Haus wiegelt nach dem Bericht ab. Sprecherin Olivia Wales bezeichnete den Vorgang als "Nicht-Geschichte", schließlich lebe Trump in Washington und wähle in Florida. Der von Trump vorangetriebene SAVE Act sehe durchaus Ausnahmen für die Briefwahl vor – etwa bei Krankheit, Behinderung, Militärdienst oder Reisen.
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bos/sfx/news.de/stg
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