Wladimir Putin: Kremlchef verliert die Fassung und geht auf Vertrauten los

Er rettete Putin einst vor einem Bären - doch bei einer Kreml-Zeremonie musste Alexei Djumin nun selbst die Wut seines Chefs über sich ergehen lassen. Die Kameras hielten fest, wie der russische Präsident seinen Vertrauten maßregelte.

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Wladimir Putin schien bei einer Veranstaltung aufgebracht gewesen zu sein. (Foto) Suche
Wladimir Putin schien bei einer Veranstaltung aufgebracht gewesen zu sein. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Gavriil Grigorov
  • Wladimir Putin verliert die Fassung "in blankem Zorn"
  • Alexei Djumin: Vom Putin-Bodyguard zum Staatsratssekretär
  • Als Djumin Putin vor einem Bären bewahrte

Bei einer festlichen Kreml-Zeremonie für Russlands paralympisches Nationalteam kam es zu einem unerwarteten Vorfall. Wladimir Putin wurde laut Bericht des britischen Boulevardblatts "Daily Star" von Kameras dabei eingefangen, wie er seinen langjährigen Weggefährten und früheren Leibwächter Alexei Djumin vor versammeltem Publikum scharf zurechtgewiesen hat.

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Wladimir Putin verliert die Fassung "in blankem Zorn"

Die Veranstaltung sollte eigentlich die russischen Paralympioniken nach den Winterspielen in Milano und Cortina würdigen. Während die Athleten mit Champagner anstießen, herrschte zwischen dem Präsidenten und seinem engen Vertrauten angeblich eisige Stimmung.

In einem "kurzen, aber aussagekräftigen Moment" verwandelte sich Putins Gesichtsausdruck dem Bericht zufolge "in blanken Zorn". Mit ausgestrecktem Finger richtete er mahnende Worte an Djumin, der angeblich "sichtlich angespannt und regungslos" dastand.

Der Grund für die öffentliche Konfrontation zwischen dem Staatschef und dem Mann, der als möglicher Nachfolger gehandelt wird, bleibt rätselhaft. Beobachter sehen in dem Vorfall möglicherweise eine kalkulierte Machtdemonstration. Putin hat den Ruf, seine Schützlinge regelmäßig daran zu erinnern, wer die Hierarchie bestimmt.

Alexei Djumin: Vom Putin-Bodyguard zum Staatsratssekretär

Alexei Djumin ist weit mehr als nur ein gewöhnlicher Regierungsbeamter. Der frühere Ingenieur trat 1996 dem föderalen Schutzdienst bei und arbeitet bereits seit 1999 eng mit Putin zusammen.

  • Seine Laufbahn führte ihn bis zum stellvertretenden Chef des präsidialen Sicherheitsdienstes. In dieser Rolle war er buchstäblich dafür ausgebildet, für den russischen Präsidenten in die Schusslinie zu gehen.
  • Im Jahr 2024 erfolgte seine Berufung zum Sekretär des Staatsrates mit der Zuständigkeit für die Verteidigungsindustrie. Diese Position unterstreicht das enorme Vertrauen, das Putin in seinen langjährigen Begleiter setzt.
  • Djumins beruflicher Aufstieg vollzog sich in rasantem Tempo durch die sensibelsten Bereiche des russischen Machtapparats. Nach Stationen als stellvertretender Leiter des militärischen Geheimdienstes GRU und als stellvertretender Verteidigungsminister dokumentierte seine Laufbahn kontinuierlichen Machtzuwachs.
  • Die Spekulationen über Djumin als potenziellen Putin-Nachfolger haben mittlerweile Höchstwerte erreicht. Viele sehen in ihm den designierten Erben der Kreml-Macht.

Als Djumin Putin vor einem Bären bewahrte

Djumins Loyalität bewies sich nicht nur im politischen Alltagsgeschäft, sondern auch in einer gefährlichen Begegnung. Bei einem Aufenthalt in einem Bergrückzugsort rettete er Putin vor einem Bären.

  • Die dramatische Szene ereignete sich nachts, als der Präsident bereits schlief. Ein Anruf meldete, dass sich ein Bär am Eingang befinde, was Djumin zunächst für einen Scherz hielt. Als er vor die Glastür trat, blickte er einem ausgewachsenen Bären direkt in die Augen.
  • Djumin öffnete die Tür und entleerte seine gesamte Magazinladung auf den Boden vor den Tatzen des Tieres. Der Bär verstand die Warnung, drehte sich um und zog sich zurück.

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