Donald Trump: Experte warnt vor Kollaps - für Trump kann es katastrophal enden

Während professionelle Investoren in Rekordtempo ihre Gelder aus einem strauchelnden Projekt abziehen, steht die Trump-Regierung kurz davor, genau diese risikobehafteten Anlagen für die Altersvorsorge-Konten der Amerikaner zu öffnen. Ein Investor warnt bereits vor dem Zusammenbruch.

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Donald Trumps großer Plan könnte sich als echte Luftnummer erweisen. (Foto) Suche
Donald Trumps großer Plan könnte sich als echte Luftnummer erweisen. Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Gian Ehrenzeller
  • Donald Trumps großer Plan könnte sich als Luftnummer erweisen
  • Donald Trump gewarnt: Zweifel an seinem Finanzplan wachsen
  • Experte sieht Kollaps bei Plan von Donald Trump kommen
  • Donald Trump: Kritik an seinem katastrophalen Timing

Die Trump-Regierung steht unmittelbar vor der Einführung einer umstrittenen Finanzreform, die Millionen amerikanischen Arbeitnehmern neue Anlagemöglichkeiten über ihre Rentenkonten eröffnen soll. Doch die demokratische Senatorin Elizabeth Warren schlägt Alarm: Der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein.

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Donald Trumps großer Plan könnte sich als Luftnummer erweisen

Wie "Politico" berichtet, warnt Warren, dass die Initiative "zum schlechtestmöglichen Zeitpunkt" kommt. Statt die Altersvorsorgepläne der Amerikaner zu stärken, drohe die Regelung vielmehr, deren Ersparnisse zu gefährden. Im Zentrum der Kritik steht der geplante erweiterte Zugang zum sogenannten Private-Credit-Markt über Altersvorsorgekonten.

  • Dieser Sektor für Kredite außerhalb des traditionellen Bankensystems war bislang hauptsächlich professionellen Investoren vorbehalten.
  • Die Regierung will nun regulären Arbeitnehmern ermöglichen, über ihre Rentenkonten in diese Märkte zu investieren.

Doch über der Branche ziehen sich angeblich dunkle Wolken zusammen.

Donald Trump gewarnt: Zweifel an seinem Finanzplan wachsen

Die Private-Credit-Branche mit einem Volumen von rund zwei Billionen Dollar steckt dem Bericht zufolge in erheblichen Schwierigkeiten.

  • Die Industrie, die risikoreiche Unternehmen mit Krediten außerhalb des streng regulierten Bankensystems versorgt, sieht sich einer Abrechnung durch verärgerte Investoren gegenüber.
  • Eine Reihe spektakulärer Pleiten hat ernsthafte Zweifel an der Qualität der Kreditvergaben geweckt, die das Fundament dieser Branche bilden.
  • Anleger ziehen ihre Mittel derzeit in solch einem Tempo aus entsprechenden Fonds ab, dass sie an Abhebungsgrenzen stoßen.
  • Verschärft wird die Situation durch die Bedrohung durch künstliche Intelligenz. Private-Credit-Fonds haben sich als wichtige Finanzierungsquelle für Software-Firmen etabliert - genau jene Unternehmen, die durch den KI-Umbruch massiv unter Druck geraten.
  • Die Befürchtungen vor dieser Entwicklung könnten weitere Erschütterungen durch den gesamten Markt senden.

Danny Moses, ein Investor, der den Immobilien-Crash von 2008 voraussagte, fasst die Entwicklung zusammen: Es handele sich um "den perfekten Sturm".

Experte sieht Kollaps bei Plan von Donald Trump kommen

Moses, dessen Analyse der Immobilienblase damals zutreffend war, sieht erschreckende Parallelen zur Finanzkrise. Der Private-Credit-Markt könnte seiner Einschätzung nach einen Zusammenbruch erleben, der dem Debakel am Häusermarkt vor knapp zwei Jahrzehnten in nichts nachsteht. Die Konsequenzen eines solchen Szenarios wären verheerend.

  • "Sie werden keine andere Wahl haben, als die gesamte Branche zu retten, wenn sie abstürzt", warnte Moses gegenüber "Politico".

Von einem derartigen Crash wären keineswegs nur Finanzprofis betroffen. Moses macht deutlich, dass die Auswirkungen weitreichend sein würden:

  • "Es wird Kleinanleger treffen, die Banken, und selbstverständlich auch Private Equity und Private Credit."

Ausgerechnet in dieser prekären Marktphase soll amerikanischen Durchschnittsbürgern jetzt Zugang zu diesen risikobehafteten Anlagen über ihre Altersvorsorge ermöglicht werden.

Donald Trump: Kritik an seinem katastrophalen Timing

Amanda Fischer, die bis zum vergangenen Jahr als Stabschefin der US-Börsenaufsicht SEC tätig war, teilt die düsteren Einschätzungen. Auch sie hält den Zeitpunkt der geplanten Regelung für verheerend gewählt. Fischer warnt vor einem Mechanismus, der sich nun entfalten könnte.

  • "Die Trump-Administration öffnet Fondsmanagern die Tür, private Schulden und Eigenkapital genau dann auf Kleinanleger und deren 401K-Konten abzuladen, wenn der Markt die größten Anzeichen von Belastung zeigt", erklärte sie gegenüber "Politico".
  • Die frühere SEC-Beamtin sieht darin ein erhebliches Risiko für gewöhnliche Sparer.

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