Donald Trump: "Nichts" wird ihn retten - "Amtsenthebung nur das kleinste Problem"
Eine Amtsenthebung sei Donald Trumps geringstes Problem, warnt ein Experte. Die wahre Bedrohung liege an ganz anderer Stelle. Ein republikanischer Ex-Stratege zeichnet ein Szenario, das den Präsidenten nachts wach halten sollte.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump verspottet: "Nichts wird dich jetzt retten, Donald"
- Trump-Warnung: "Kontrolle durch den Kongress ist die wahre Gefahr"
- Trump-Familie könnte im Visier von Kongressausschüssen landen
Könnte es in den kommenden Monaten knüppeldick für US-Präsident Donald Trump kommen? Und dabei wäre nicht einmal das Schreckgespenst einer möglichen Amtsenthebung die größte Bedrohung für "The Don"? Zu diesem Schluss kommt Rick Wilson, einer der Gründer des "Lincoln Project". Derhat eine scharfe Warnung an US-Präsident Donald Trump gerichtet. In einem Beitrag bei "Substack" zeichnete der frühere republikanische Stratege ein düsteres Bild für Trump angesichts sinkender Zustimmungswerte und steigender Benzinpreise.
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Donald Trump verspottet: "Nichts wird dich jetzt retten, Donald"
Wilson machte deutlich, dass Trump selbst für seine Situation verantwortlich sei. Die Entscheidungen des Präsidenten hätten zu dieser Lage geführt.
- "Nichts wird dich jetzt retten, Donald", spottete der "Lincoln-Project"-Mitgründer.
- "Nicht der Krieg. Nicht die Lügen. Nicht die heutigen Loyalisten, die morgigen Verräter. Nicht die verängstigten kleinen Männer, die um deine schrumpfende politische Sonne kreisen. Nicht die Algorithmen, nicht die Oligarchen, nicht der endlose Strom von Müll-Propaganda von Fox und Twitter, der in die Adern einer Bewegung gepumpt wird, die endlich, sichtbar, unverkennbar auseinanderbricht."
- "Elend, Demütigung und Schande erwarten" den Präsidenten, schrieb Wilson.
Es gebe keinen Ausweg mehr für Trump, erklärt Wilson seine Meinung.
Trump-Warnung: "Kontrolle durch den Kongress ist die wahre Gefahr"
Wilson konzentrierte sich auf das, was Trump wirklich fürchten sollte. Die Sorge vor einer Amtsenthebung sei zwar verständlich, doch stelle sie nicht die größte Gefahr dar, argumentierte der frühere GOP-Stratege.
- "Du hast Angst vor einer Amtsenthebung. Natürlich hast du das", so Wilson. Doch sei dies "das geringste deiner Probleme".
Die tatsächliche Bedrohung liege in etwas anderem: parlamentarischer Kontrolle. Diese sollte den Präsidenten um drei Uhr morgens durch die Gänge der Residenz wandern lassen, schrieb Wilson. Es gehe um "unerbittliche, zermürbende, methodische Bloßstellung".
- Der Lincoln-Project-Mitgründer verwies auf die bevorstehenden Zwischenwahlen. Sollten die Demokraten die Mehrheit in Repräsentantenhaus und Senat erlangen, würde sich die Situation für Trump dramatisch verschärfen.
- Ein demokratisch kontrollierter Kongress würde nicht nur über Amtsenthebungsartikel abstimmen, warnte Wilson. Die Abgeordneten würden vielmehr alle Unterlagen öffnen und Geheimnisse ans Licht zerren.
- Per Vorladung könnten sie Zugang zu Dokumenten, Bankunterlagen und Kommunikation erzwingen, um eine umfassende Untersuchung durchzuführen.
Trump-Familie könnte im Visier von Kongressausschüssen landen
Wilson machte deutlich, dass nicht nur Trump selbst betroffen wäre. Vielmehr würden Kongressausschüsse auch dessen Umfeld ins Visier nehmen.
- Die Parlamentarier würden Trumps Verbündete, dessen Mittelsmänner und Unterstützer vorladen, erklärte Wilson. Selbst Mitglieder der Trump-Familie müssten mit Befragungen rechnen und könnten in die Schusslinie geraten.
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rut/news.de
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