Donald Trump: Trennung mit Ansage - US-Präsident macht Ernst
Kultur-Schock in den USA: Donald Trump lässt Köpfe rollen. Das berühmte Kennedy Center muss für zwei Jahre schließen und unzählige Mitarbeiter stehen vor der Entlassung. Der US-Präsident treibt die Mega-Sanierung voran, doch Kritik und politische Vorwürfe lassen nicht lange auf sich warten.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Zwei Jahre dicht: Umfassende Sanierung zwingt das Kennedy Center zur Komplettschließung
- Jobs in Gefahr: Bis zu 175 Mitarbeiter könnten betroffen sein
- Politischer Streit: Scharfe Kritik von Demokraten – Trump weist Vorwürfe zurück
Jetzt ist es offiziell: Das John-F.-Kennedy-Center for the Performing Arts wird für eine umfassende Sanierung vollständig geschlossen. Das Kuratorium beschloss am Montag einstimmig die zweijährigen Bauarbeiten. Die Renovierung soll im Juli beginnen – ein regulärer Betrieb ist in dieser Zeit nicht möglich. US-Präsident Donald Trump begrüßte den Schritt: "Das wird uns ermöglichen, die Arbeiten viel schneller abzuschließen." Doch die Entscheidung hat direkte Folgen für die Beschäftigten.
Donald Trump lässt Kennedy-Center schließen - zahlreiche Mitarbeiter betroffen
Von den rund 300 Mitarbeitern könnten laut Sitzungsprotokollen zwischen 75 und 175 betroffen sein. Wie genau sich die Maßnahme auf die Belegschaft auswirkt, ist noch unklar. Der Grund für die drastische Maßnahme: massive bauliche Probleme. Die Infrastruktur des Gebäudes ist in die Jahre gekommen. Erneuert werden müssen unter anderem Klimaanlagen, Kühlwassersysteme und die elektrische Versorgung. Auch strukturelle Schäden am Beton, undichte Stellen sowie korrodierte Stahlkonstruktionen stehen auf der Liste. Hinzu kommen Arbeiten an Tunneln, Dach und Sicherheitssystemen. "Eine komplette Stilllegung ist der effizienteste und kostengünstigste Weg, um die Arbeiten ordnungsgemäß durchzuführen", stellte das Kuratorium klar.
Führungswechsel kurz vor Abstimmung sorgt für Wirbel
Kurz vor der Entscheidung kam es zu einem überraschenden Personalwechsel. Nur drei Tage zuvor wurde Richard Grenell als Geschäftsführer ersetzt. Neuer Mann an der Spitze ist Matt Floca, bislang für den Gebäudebetrieb zuständig. Trump widersprach Berichten über eine Entlassung: "Es gab eine Geschichte, dass er gefeuert wurde; er wurde nicht gefeuert." Über Floca sagte er: "Er ist ein Profi im Bauwesen, großartig im Bauwesen."
Die Entscheidung sorgt für politischen Zündstoff. Der demokratische Senator Sheldon Whitehouse griff die Maßnahme scharf an. Auf X schrieb er: "Wie ein schiefgelaufener Mafia-Raubzug hat die Plünderung des Kennedy Center durch die Trump-Anhänger es außer Betrieb gesetzt, und jetzt muss es als Vertuschung 'wegen Renovierung geschlossen' werden." Grenell konterte die Vorwürfe deutlich und wies die Kritik als haltlos zurück. Laut Grenell seien finanzielle Probleme lange ignoriert worden. Er warf Kritikern vor, jahrelang geschwiegen zu haben, während das Gebäude verfiel. Zudem seien Gelder zweckentfremdet worden, die eigentlich zur Rückzahlung eines Darlehens in Höhe von 30 Millionen Dollar vorgesehen waren.
Mit der Komplettschließung beginnt nicht nur eine der größten Sanierungen in der Geschichte des Kulturzentrums. Sie wird auch zum politischen Streitfall – mitten im aufgeheizten Klima in Washington.
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bua/news.de/stg
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