Donald Trump: "The Don" bloßgestellt -  US-Präsident tappt in Lügen-Falle

Donald Trump behauptet, ein ehemaliger US-Präsident habe ihm gestanden, er bereue es, Iran nicht bombardiert zu haben - doch alle vier lebenden Ex-Präsidenten widersprechen ihm geschlossen. Hat "The Don" etwa gelogen?

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wurde Donald Trump der Lüge überführt? (Foto) Suche
Wurde Donald Trump der Lüge überführt? Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
  • Donald Trump: Hat er etwa gelogen?
  • "The Don" will Ex-Präsident angeblich nicht blamieren
  • US-Präsident weicht Antwort immer wieder aus

Wieder einmal wird über eine fragwürdige Aussage von Donald Trump diskutiert. Zu Beginn dieser Woche behauptete der US-Präsident vor laufender Kamera,ein früherer US-Staatschef habe ihm anvertraut, er bereue es, während seiner Amtszeit keine Militäraktion gegen Iran durchgeführt zu haben. Einen Beleg dafür gibt es allerdings nicht.

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Donald Trump: Hat er etwa gelogen?

Den Namen des Betreffenden wollte Trump nicht preisgeben. Das Problem: Laut CNN widersprechen sämtliche vier noch lebenden Ex-Präsidenten dieser Darstellung. Das würde einer Lüge Trumps gleichkommen.

  • Biden, Obama, Clinton und Bush - die einzigen infrage kommenden Personen - erklärten gegenüber dem Sender, kein derartiges Gespräch mit Trump über Iran geführt zu haben.

Der Vorfall rückt erneut die Wahrhaftigkeit von Trumps öffentlichen Äußerungen in den Fokus, insbesondere wenn es um die Rechtfertigung seiner umstrittenen Iran-Politik geht.

  • Die Diskrepanz zwischen Trumps wiederholter Behauptung und den angeblich übereinstimmenden Dementis wirft Fragen zur Verlässlichkeit seiner Aussagen auf. 
  • Kritiker werten den Vorfall als weitere nachweisbare Falschdarstellung des Präsidenten. Die Episode fügt sich in ein Muster fragwürdiger Äußerungen ein, die Trumps Glaubwürdigkeit in außenpolitischen Angelegenheiten beschädigen könnten.

Donald Trump will Ex-Präsident angeblich nicht blamieren

Bei seinem Auftritt im Weißen Haus sprach Trump von einem "bestimmten Präsidenten", den er tatsächlich möge. Dieser ehemalige Amtsinhaber habe ihm gesagt:

  • "Ich wünschte, ich hätte es getan. Ich wünschte es", erklärte Trump. 

Auf die Frage nach dem Namen des Betreffenden verweigerte Trump eine Antwort. Er wolle die Person nicht in Verlegenheit bringen, begründete er seine Zurückhaltung. Dabei fügte er hinzu, es wäre sehr schlecht für dessen Karriere - obwohl diese Person "ohnehin keine Karriere mehr" habe.

Donald Trump weicht Antwort immer wieder aus

Später konfrontierte Fox-News-Reporter Peter Doocy den Präsidenten im Oval Office direkt mit konkreten Namen.

  • Nachdem Trump zweimal von diesem Gespräch berichtet hatte, erkundigte sich Doocy zunächst, ob es sich um George W. Bush gehandelt habe. Trump verneinte dies umgehend.
  • Als der Reporter daraufhin Bill Clinton als möglichen Gesprächspartner ins Spiel brachte, wich Trump erneut aus.
  • Er wolle es nicht sagen, antwortete er lediglich. Zugleich fügte er hinzu, der Reporter wisse vermutlich ohnehin Bescheid.
  • Neben dem republikanischen Ex-Präsidenten Bush und dem Demokraten Clinton kämen nur noch Barack Obama und Joe Biden als potenzielle Gesprächspartner in Betracht.

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