Donald Trump: US-Präsident wie Putin - Medienpläne sorgen für Fassungslosigkeit
Donald Trump will die Medienlandschaft umgestalten. Das verdeutlicht er mit einer Grafik. Darauf präsentiert er Verlierer und macht sich selbst zum Gewinner. Doch sein Vorhaben stößt auf Kritik.
Von news.de Redakteurin Sabrina Böhme - Uhr
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- Donald Trump will die Medienlandschaft umgestalten.
- Grafik zeigt Trumps Gewinner und Verlierer.
- US-Präsident ätzt gegen Colbert und Co.
- Politikwissenschaftler erinnert sich an Putin: Medienkontrolle in Russland.
Kritische Medienberichte und Satire schmecken Donald Trump gar nicht. Immer wieder hetzt er gegen Moderatoren wie Jimmy Kimmel oder Medienhäuser. Zeitungen wie der "Telegraph" oder der "Guardian" sehen ihn bereits im "Krieg mit den Medien" - den er nach den Berichten sogar gewinnen kann. Als Sieger seines Medienvorstoßes inszeniert er sich am 14. März 2026 auf Truth Social.
Donald Trump will Medienlandschaft verändern
Mit einer Grafik machte Donald Trump deutlich, was er vorhat. Er will die Medienlandschaft umgestalten. Das betont er noch einmal mit einer großen Überschrift, unter der er auflistet, wer gehen musste ("Gone") und wer reformiert wurde. Unter dem ersten Punkt listet das Schaubild unter anderem PBS News auf, eine Nachrichtenplattform, der der Kongress im letzten Jahr die finanziellen Mittel kürzte. Auf der "Gone"-Liste stehen Terry Moran, den ABC suspendierte, nachdem er den stellvertretenden Stabschef im Weißen Haus, Stephen Miller als "Weltklasse-Hater" bezeichnete, und Trump-Kritiker Stephen Colbert, dessen Sendung nach 33 Jahren endet.
Hetze gegen Moderatoren und Eigenlob: Trump sieht sich als Gewinner im "Medienkrieg"
Darunter rückt die Grafik allerlei Sender und andere Medienformate in ein positives Licht. So lobt ein Symbol die freie Meinung auf der Plattform X. Außerdem werden Trumps angebliche "Rekord-Interviews" mit einem Foto von ihm angepriesen. Außerdem wird der Republikaner als "der zugänglichste Präsident aller Zeiten" dargestellt. Am Ende des Beitrags inszeniert sich Donald Trump als Gewinner, indem Überschriften seinen angeblichen Sieg über den Medienkrieg bestätigen sollen.
Trump plant Medien-Wandel: Politikwissenschaftler erkennt Parallelen zu Putin
Inwieweit Trump die Medienlandschaft wirklich umstrukturieren will, ist unklar. Fest steht aber, dass der Wandel bereits begonnen hat. Doch unabhängige Medienhäuser und Moderatoren widersetzen sich seinem Bestreben konsequent. Eine Änderung der Berichterstattung stößt vielen Menschen sauer auf. Sie sehen Parallelen zu autoritären Regimen, die Meinungsfreiheit abschaffen und Medien kontrollieren. Michael McFaul, Professor für Politikwissenschaften, sieht Parallelen zu Wladimir Putin. Unter einem vom Trump-kritischen Account Republicans Against Trump auf der Plattform X veröffentlichten Beitrag, schreibt er: "Wow. Beängstigend. Das erinnert mich an Putins frühe Jahre, als er die russischen Medien umgestaltete." In Russland rollt die Propagandamaschinerie der Staatsmedien. Sogar Bücher werden verboten, die der Regierung nicht gefallen. Dieses Szenario zeigt sich auch in den USA, wo Bücher aus Bibliotheken verschwinden.
Trumps "Gleichschaltung" der Medien entsetzt
Nicht nur der Politik-Experte sieht die in der Grafik abgebildete Botschaft kritisch. Auch viele Follower des Accounts bei Instagram sind entsetzt:
- "Oh ja, ich finde es einfach großartig, wenn meine Regierung die Medien kontrolliert und prägt."
- "Das ist nicht so toll, wie sie denken – es sei denn, sie wollen so sein wie Nordkorea."
- "Typische Diktator-Sachen. Ich will aus dieser Achterbahn raus."
- "Keine Umgestaltung. Die Medien werden kontrolliert, damit die Republikaner ihre Lügen als Nachrichten verbreiten können."
- "In Deutschland nennen wir das 'Gleichschaltung".
- "'Umgestaltung' ist ein Codewort dafür, unter anderem unsere Rechte aus dem ersten Verfassungszusatz zu beschneiden."
- "Eher so, als hätte man sie in staatlich geförderte Propagandaplattformen verwandelt."
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bos/news.de
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