Donald Trump: Er hat sein Versprechen gebrochen – US-Präsident droht Mega-Pleite
Donald Trump wollte "ewige Kriege" beenden. Doch nun führt ausgerechnet er einen neuen Konflikt. Während im Iran Bomben fallen, wächst in den USA die Wut. Ehemalige Unterstützer wenden sich gegen den US-Präsidenten.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- MAGA-Aufstand: Rechte Influencer und Kommentatoren attackieren Trump wegen der Iran-Angriffe.
- Schwache Zustimmung: Umfragen zeigen, dass nur ein kleiner Teil der US-Bevölkerung den Krieg unterstützt.
- Hohe Kosten und zivile Opfer: Milliardenkosten, steigende Benzinpreise und ein tödlicher Raketenfehler erhöhen den politischen Druck.
Die Trump-Regierung kämpft derzeit an zwei Fronten gleichzeitig: gegen den Iran und gegen die eigene Anhängerschaft. Das berichtet Trump-Biograf Michael Wolff im Podcast "Inside Trump's Head". "Ich denke, es ist ein wirklich interessanter Moment – ein entscheidender Wendepunkt, an dem das Weiße Haus das Gefühl hat, im Krieg mit den MAGA-Stimmen zu sein", erklärte Wolff. Dies könnte sich auf einen Konflikt mit der gesamten Basis ausweiten.
Donald Trump bricht Versprechen - verliert der US-Präsident seine Wählerschaft?
Der Grund für den Unmut liegt auf der Hand: Donald Trump hatte im Wahlkampf versprochen, "ewige Kriege" zu beenden und Amerika an erste Stelle zu setzen. Die MAGA-Bewegung fragt sich nun laut Wolff: "Das hast du doch versprochen, oder nicht?" Die Kritik aus dem rechten Lager kommt von bekannten Gesichtern. Die ehemalige Fox-News-Moderatorin Megyn Kelly äußerte "ernsthafte Zweifel an dem, was wir tun". Noch drastischer fällt das Urteil von Nick Fuentes aus: Der rechtsextreme Influencer, dessen Podcast regelmäßig über 500.000 Aufrufe erzielt, forderte seine Anhänger auf, bei den nächsten Wahlen für die Demokraten zu stimmen. "Die GOP hat jedes einzelne Versprechen gebrochen", schrieb Fuentes auf X. Die Partei müsse 2026 "gesäubert und niedergebrannt" werden.
Auch der konservative Kommentator Matt Walsh attackierte Influencer-Kollegen wegen ihrer plötzlichen Kriegsunterstützung. "Du und ich wissen beide, dass fast jeder konservative Influencer bis gerade eben gegen einen Krieg mit dem Iran war", kritisierte er die Kehrtwende. Selbst Andrew Tate stellte klar: "NIEMAND WILL DIESEN KRIEG."
Weißes Haus schießt scharf gegen Trump-Kritiker zurück
Die Trump-Administration weist die Vorwürfe entschieden zurück. Sprecherin Olivia Wales verteidigte die Militäroperation als Schutz vor der "tödlichen Bedrohung durch das iranische Schurkenregime" – das sei "so America First wie es nur geht". Neue Umfragen würden eine breite Unterstützung unter Republikanern zeigen, behauptete Wales.
Besonders harsch fiel die Reaktion auf Michael Wolff aus. Kommunikationsdirektor Steven Cheung bezeichnete den Biografen als "verlogenen Drecksack" und "Betrüger". Wolff erfinde routinemäßig Geschichten aus seiner "kranken und verdrehten Fantasie", so Cheung weiter. Der Autor leide an einem schweren Fall von "Trump Derangement Syndrome", das sein "erdnussgroßes Gehirn" zersetzt habe.
Umfragen offenbaren massive Ablehnung in der Bevölkerung
Die Zahlen sprechen jedoch eine deutliche Sprache: Weniger als ein Drittel der US-Amerikaner unterstützt die Angriffe auf den Iran, wie eine Erhebung von Reuters/Ipsos zeigt. Eine NBC-Umfrage ergab zudem, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung die Militäraktion für falsch hält. Im Vergleich zu früheren Konflikten ist die Zustimmung erschreckend gering. Den Afghanistan-Krieg befürworteten 2001 noch 92 Prozent der Amerikaner, den Irak-Krieg 2008 immerhin 76 Prozent. Besonders brisant: Eine Umfrage der progressiven Denkfabrik Data for Progress ergab, dass 52 Prozent der wahrscheinlichen Wähler glauben, Trumps Angriffe seien ein Ablenkungsmanöver von seiner Verbindung zum verurteilten Pädophilen Jeffrey Epstein.
Milliarden-Kosten und tödlicher Fehlschlag
Der Krieg verschlingt enorme Summen: Allein in der ersten Woche beliefen sich die Kosten laut Pentagon auf über 11,3 Milliarden Dollar – umgerechnet 33 Dollar pro US-Einwohner. In den ersten beiden Tagen flossen mehr als 5 Milliarden Dollar in hochmoderne Munition.
Die wirtschaftlichen Folgen treffen die Bevölkerung direkt. Nach Irans Ankündigung, die Straße von Hormus zu schließen, schossen die Ölpreise in die Höhe. Der durchschnittliche Benzinpreis stieg laut AAA auf 3,60 Dollar pro Gallone – ein Anstieg von über 22 Prozent innerhalb eines Monats.
Besonders belastend dürfte für Trump der Einschlag einer Tomahawk-Rakete in einer iranischen Grundschule werden. Vorläufige Ermittlungen des Militärs deuten auf einen amerikanischen Zielfehler hin. Mehr als 175 Menschen starben, darunter zahlreiche Kinder.
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