Britischer Historiker warnt: 3 Anzeichen, dass der Dritte Weltkrieg längst begonnen hat

Die Kämpfe im Iran-Konflikt eskalieren weiter und ein renommierter Historiker schlägt Alarm. Professor Anthony Glees sieht deutliche Parallelen zu den Anfängen früherer Weltkriege und warnt: Der Dritte Weltkrieg könnte bereits begonnen haben.

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Britischer Historiker schlägt Alarm: Hat der Dritte Weltkrieg bereits begonnen? Bild: AdobeStock / tiagozr
  • Historiker Anthony Glees sieht im Iran-Konflikt deutliche Parallelen zu den Anfängen früherer Weltkriege.
  • Drei Warnsignale deuteten laut dem Experten auf eine mögliche globale Eskalation hin.
  • Besonders alarmierend: Andere Machthaber könnten den Konflikt als Chance sehen.

Der renommierte britische Historiker Professor Anthony Glees schlägt Alarm: Der globale Krieg habe bereits begonnen. Gegenüber dem "Mirror" nannte der Experte drei deutliche Warnsignale, die auf eine weltweite Eskalation hindeuten.

Auslöser seiner Warnung sind die massiven Angriffe der USA und Israels auf den Iran, die am 28. Februar begannen. Dabei wurden Raketeninfrastruktur, Militäreinrichtungen und die iranische Führung ins Visier genommen. Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei kam bei der ersten Angriffswelle ums Leben. Teheran reagierte mit Gegenschlägen auf Israel und US-verbündete Golfstaaten. Die Kämpfe dauern unvermindert an. Glees sieht in dieser Entwicklung beunruhigende Parallelen zu den Anfängen beider Weltkriege und warnt vor einer weiteren Ausbreitung des Konflikts.

Historiker sicher: Dritter Weltkrieg hat bereits begonnen

Das erste Warnsignal sieht Glees in der Natur des Angriffs selbst. "Beide Weltkriege waren Kriege der Wahl. Ebenso der Angriff auf den Iran am vergangenen Samstag", erklärt der Historiker. Es gebe keinerlei Belege dafür, dass Teheran einen Angriff auf die USA geplant habe. Der Iran könne das amerikanische Festland ohnehin nicht erreichen, so Glees weiter. Auch für geplante Attacken auf Israel, eine Atommacht, die sich entschlossen verteidigen würde, fehle jeder Beweis. Die Geschichte zeige, dass solche gewählten Konflikte zu Weltkriegen werden können, die den gesamten Globus erfassen. Der Zweite Weltkrieg sei erst durch Japans Entscheidung, Pearl Harbor anzugreifen, und Hitlers Kriegserklärung an Amerika zum echten Weltkrieg geworden.

Despoten lauern wie "sabbernde Schakale"

Das zweite Warnsignal betrifft die Geisteshaltung der Mächtigen. "Wir haben es hier mit dem zu tun, was in den Köpfen derjenigen mit großer Macht vorgeht, die durch die Wahl des Krieges zeigen, dass ihnen internationales Recht völlig egal ist", warnt Glees. Weder Trump noch Netanyahu wollten einen Weltkrieg, doch genau das könnten sie bekommen. Der Grund: Wer einen Krieg gegen einen Feind vom Zaun breche, könne dies auch gegen jeden anderen tun. Diese Denkweise ermutige Gleichgesinnte weltweit. Andere Machthaber mit ähnlichen Ambitionen würden ihre Chance wittern. Wladimir Putin in Ost- und Nordeuropa, Xi Jinping in Taiwan, Kim Jong-un in Südostasien – sie alle seien "Schakale, die sabbern, wenn sie sehen, was Trump und Netanyahu zu erreichen versuchen", so der Historiker.

Trump könnte den Krieg stoppen – tut es aber nicht

Das dritte Warnsignal ist für Glees besonders alarmierend: Der US-Präsident besitze die Macht, das Blutvergießen zu beenden, nutze sie jedoch nicht. "Wenn Trump zur Vernunft kommt, wird er schnell einen Sieg verkünden und die Kämpfe stoppen. Er hat diese Macht", betont der Historiker. Doch Glees hält ein anderes Szenario für wahrscheinlicher. Netanyahu habe Trump in seine Strategie der endlosen Kriege verstrickt. Für den israelischen Regierungschef seien Dauerkonflikte sowohl der Weg zur Macht als auch das Mittel, sie zu behalten. Die Konsequenzen seien verheerend: Tausende stürben bereits jetzt, Zehntausende könnten folgen, falls die Kämpfe nicht gestoppt würden. Trump scheine vergessen zu haben, was er einst über Frieden und gegen Interventionskriege gesagt habe.

Großbritannien muss angesichts drohender Eskalation aufrüsten

Angesichts dieser drei Warnsignale zieht Glees klare Schlussfolgerungen für sein Heimatland. "Wir sollten sofort unsere Rüstungsindustrie hochfahren und unverzüglich darüber nachdenken, Tausende Briten in unsere Streitkräfte zu bringen – in welcher Funktion auch immer sie dienen können", fordert der Historiker. Die Gefahr einer weiteren Eskalation sei real. "Es besteht eindeutig die Möglichkeit, dass der Krieg, der am vergangenen Samstag begann, ein Weltkrieg wird, weil auch er ein Krieg der Wahl ist", warnt Glees. Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran zeigt bislang keine Anzeichen einer Entspannung. Die Kämpfe dauern an, während die internationale Gemeinschaft um eine Deeskalation ringt.

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