Eskalation am Golf: Bahrain: Wasser-Entsalzungsanlage bei Angriff beschädigt

Bisher gerieten bei Irans Angriffen etwa US-Basen, Wohngebiete und Öl-Anlagen in den Golfstaaten unter Beschuss. Jetzt kommt es zu Schäden an einer wichtigen Anlage zur Wasser-Entsalzung.

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Iran hat bei seinen Angriffen in den Golfstaaten nun auch eine wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen. Bei einem Drohenangriff sei eine Anlage zur Wasser-Entsalzung beschädigt worden, teilte Bahrains Innenministerium heute mit. Es handle sich um "iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele" richte.

Ähnlich wie weitere der Golfstaaten ist das kleine Land Bahrain für seine Wasserversorgung stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. Die Arabische Halbinsel ist eine sehr trockene Region mit nur wenigen natürlichen Süßwasser-Ressourcen. Die rund 400 Anlagen in den Golfstaaten, die vor allem mit Öl und Gas betrieben werden, produzieren etwa 40 Prozent des weltweit entsalzten Wassers.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, verbreitete eine Karte, die die Lage von Bahrains Entsalzungsanlagen zeigt. Dabei merkte die Agentur an, dass das Land etwa 60 Prozent seines Trinkwassers aus diesen Anlagen gewinne.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hatte den USA am Samstag vorgeworfen, eine Entsalzungsanlage auf der in der Straße von Hormus gelegenen Insel Qeschm angegriffen zu haben. Die Wasserversorgung von 30 Dörfern sei beeinträchtigt, schrieb er auf der Plattform X. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Ein Angriff auf die Infrastruktur des Irans sei ein "gefährlicher Schritt mit schwerwiegenden Folgen", schrieb Araghtschi.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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