Donald Trump: Vertuschte Epstein-Akten aufgetaucht – Opfer wirft US-Präsidenten Übergriffe vor

Neue Epstein-Akten sorgen in den USA für Aufsehen: Das Justizministerium veröffentlichte FBI-Protokolle mit schweren Vorwürfen gegen Donald Trump. Das Weiße Haus weist die Anschuldigungen entschieden zurück.

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Donald Trump: Vertuschte Epstein-Akten aufgetaucht – Opfer schildert Übergriffe durch US-Präsidenten (Foto) Suche
Donald Trump: Vertuschte Epstein-Akten aufgetaucht – Opfer schildert Übergriffe durch US-Präsidenten Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
  • FBI-Vernehmungen enthalten Vorwürfe einer Frau gegen Donald Trump
  • US-Regierung spricht von haltlosen Anschuldigungen ohne Beweise
  • Millionen Dokumente im Epstein-Komplex sind weiterhin unvollständig veröffentlicht

Das US-Justizministerium hat weitere Dokumente aus dem Umfeld des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. Darin finden sich auch schwere Anschuldigungen gegen den US-Präsidenten Donald Trump. Die Vorwürfe stammen aus FBI-Vernehmungen mit einer Frau, die behauptet, in ihrer Jugend Opfer von sexuellem Missbrauch geworden zu sein.

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Neue Dokumente tauchen nach Kritik an fehlenden Akten auf

Die Veröffentlichung erfolgte erst, nachdem Medien berichtet hatten, dass zahlreiche Unterlagen im Online-Archiv des Ministeriums fehlten. Eine Analyse des "The Wall Street Journal" hatte darauf hingewiesen, dass zehntausende Dateien nicht zugänglich waren. Zunächst war nur ein einzelnes Vernehmungsprotokoll öffentlich gemacht worden. In diesem Dokument wurde Trump nicht erwähnt. Erst später veröffentlichte das Ministerium zusätzliche FBI-Zusammenfassungen, sogenannte "302"-Berichte, in denen detailliertere Aussagen der Frau enthalten sind.

Schwere Anschuldigungen gegen Donald Trump aus FBI-Verhören

Nach Angaben der anonymen Zeugin soll sie in den 1980er-Jahren als Minderjährige von Jeffrey Epstein missbraucht worden sein. In den Vernehmungen schilderte sie zudem eine Begegnung mit Trump, zu der Epstein sie angeblich gebracht habe. Demnach habe Trump sie in einem Gebäude in New York oder New Jersey getroffen und die anderen Anwesenden aus dem Raum geschickt. Anschließend sei es zu einem körperlichen Übergriff gekommen. Die Frau gab an, sie habe sich gewehrt und Trump gebissen. Daraufhin habe er sie geschlagen und aus dem Raum werfen lassen.

Weißes Haus weist Vorwürfe entschieden zurück

Vertreter des Weißen Hauses reagierten umgehend auf die neuen Veröffentlichungen. Pressesprecherin Karoline Leavitt bezeichnete die Anschuldigungen "The Daily Beast" zufolge als "völlig haltlos". Es gebe keinerlei glaubwürdige Beweise für ein Fehlverhalten des Präsidenten. Auch Trump selbst hatte bereits mehrfach betont, dass ihn die veröffentlichten Akten vollständig entlasteten. Nach Angaben seiner Unterstützer habe er zudem die Veröffentlichung zahlreicher Dokumente unterstützt.

Weitere Aussagen der Zeugin sorgen für Aufsehen

In den FBI-Gesprächen äußerte die Frau auch weitere schwere Vorwürfe. Sie behauptete unter anderem, Epstein habe Menschen erpresst und Trump habe davon gewusst. Außerdem habe sie Gespräche über mögliche Geldwäsche in Casinos und fragwürdige Bauprojekte mitbekommen. Darüber hinaus berichtete sie von anonymen Drohanrufen und mehreren Vorfällen, bei denen Fahrzeuge sie beinahe von der Straße gedrängt hätten. In einem Verhör äußerte sie den Verdacht, dass hinter diesen Einschüchterungsversuchen möglicherweise Trump stehen könnte.

Ermittlungen offenbar ohne Konsequenzen

Ob die Aussagen zu weiteren Ermittlungen führten, bleibt unklar. In internen FBI-E-Mails wird lediglich erwähnt, dass ein identifiziertes Opfer Missbrauch durch Trump behauptet habe, später jedoch nicht mehr mit den Behörden kooperieren wollte. Nach Angaben des Justizministeriums laufen derzeit keine Ermittlungen gegen einzelne Personen im Zusammenhang mit dem Epstein-Komplex. Ohne neue Beweise sei auch nicht mit weiteren Anklagen zu rechnen.

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