Eskalation in Nahost: First Lady im Irak: "Lasst die Kurden in Ruhe"

Immer wieder griffen kurdische Kämpfer im Irak zur Waffe, um die USA zu unterstützen. Die Geschichte im gemeinsamen Kampf bewegt Iraks First Lady nun zu einer klaren Botschaft an Washington.

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Die kurdische Ehefrau des irakischen Präsidenten Abdel Latif Raschid, Schanas Ibrahim Ahmed, hat sich mit klaren Worten gegen eine mögliche Offensive kurdischer Kämpfer im Iran ausgesprochen. "Lasst die Kurden in Ruhe. Wir sind keine Waffen zur Miete", teilte Schanas heute mit. "Zu häufig denkt man nur dann an die Kurden, wenn ihre Stärke oder ihre Opfer gebraucht werden." Die Kurden seien aber keine "Schachfiguren der globalen Supermächte".

Die irakische First Lady bezieht sich in ihrem Schreiben auf angebliche Pläne von US-Präsident Donald Trump, die iranischen Kurden im Irak für eine Bodenoffensive im Iran zu gewinnen. Trump telefonierte bereits mit mehreren Kurdenführern und soll einem Bericht der "Washington Post" zufolge auch umfassende Unterstützung durch US-Kampfflugzeuge angeboten haben. Es ist unklar, ob tatsächlich eine Bodenoffensive kurdischer Kämpfer im Iran bevorsteht.

Schanas erinnert daran, wie der damalige US-Präsident George H.W. Bush die Kurden nach dem Zweiten Golfkrieg (1990-1991) zum Aufstand gegen Diktator Saddam Hussein im Irak aufrief - "nur um verlassen zu werden, als sich die Prioritäten änderten", schreibt Schanas. Zehntausende Menschen wurden während der Aufstände getötet. Sie erinnert auch an die Kurden im Nordosten Syriens, die lang an Seite der USA gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kämpften, zuletzt aber die Unterstützung Washingtons verloren.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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