Donald Trump: Streit ums Weiße Haus – Baupläne sorgen für landesweite Debatte

Donald Trumps geplanter Ballsaal im Weißen Haus sorgt für heftige Kritik. Tausende Bürger äußern in öffentlichen Kommentaren ihren Unmut und fordern, den historischen Ostflügel wieder aufzubauen statt ihn zu ersetzen.

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Donald Trump: Tausende öffentliche Kommentare kritisieren Ballsaal-Pläne des Präsidenten (Foto) Suche
Donald Trump: Tausende öffentliche Kommentare kritisieren Ballsaal-Pläne des Präsidenten Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
  • Tausende öffentliche Kommentare kritisieren Trumps Ballsaal-Pläne
  • Viele Bürger fordern den Wiederaufbau des historischen Ostflügels
  • Entscheidung der Planungsbehörde in Washington steht noch aus

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Die geplanten Umbauten im Weißen Haus sorgen derzeit erneut für heftige Diskussionen in den USA. Nachdem Präsident Donald Trump den historischen Ostflügel des Gebäudes abreißen ließ, um Platz für einen großen Ballsaal zu schaffen, melden sich nun zahlreiche Bürger mit deutlicher Kritik zu Wort. Ausgewertete öffentliche Stellungnahmen zeigen: Viele Amerikaner sind mit den Plänen alles andere als einverstanden.

Tausende Bürger äußern Kritik an Bauprojekt von Donald Trump

Vor einer Sitzung der National Capital Planning Commission gingen zehntausende Kommentare von Bürgerinnen und Bürgern ein. Das Online-Magazin "The Daily Beast" analysierte rund 32.000 dieser Stellungnahmen. Das Ergebnis der Auswertung fällt deutlich aus: Ein großer Teil der Einsendungen spricht sich gegen den geplanten Ballsaal aus. Viele fordern stattdessen, den historischen Ostflügel des Weißen Hauses wieder aufzubauen.

Die Kommentare füllen laut Bericht mehr als 9.000 Seiten.

Bürger verteidigen "Haus des Volkes"

In zahlreichen Zuschriften betonten die Verfasser, dass das Weiße Haus nicht nur Sitz des Präsidenten sei, sondern auch eine historische Institution für die gesamte Bevölkerung. Genau deshalb lehnen viele den Umbau ab. Einige Kommentatoren befürchten, dass der geplante Ballsaal das traditionsreiche Gebäude optisch und symbolisch verändern könnte. Manche Kritiker formulierten ihre Einwände besonders drastisch und bezeichneten die Pläne als übertrieben oder geschmacklos.

Heftige Reaktionen in öffentlichen Kommentaren

Einige der eingegangenen Stellungnahmen wurden besonders deutlich formuliert. So forderte ein Kommentator, den "lächerlichen Ballsaal" gar nicht erst zu bauen. Andere Bürger kritisierten vor allem mögliche luxuriöse Gestaltungselemente und warnten vor einem übertrieben prunkvollen Erscheinungsbild. Mehrere Zuschriften appellierten direkt an die Planungsbehörde, das Projekt zu stoppen und den ursprünglichen Zustand des Ostflügels wiederherzustellen.

Entscheidung steht noch aus

Ob die Baupläne tatsächlich umgesetzt werden, ist derzeit noch offen. Die zuständige Planungskommission in Washington, D.C. muss sich laut "Raw Story" erst noch in einer Sitzung mit den zahlreichen Eingaben aus der Bevölkerung befassen. Fest steht aber bereits jetzt schon, dass der geplante Ballsaal landesweit für eine lebhafte Debatte über Architektur, Tradition und den Umgang mit einem der bekanntesten Gebäude der USA sorgt.

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