Konflikt mit Hisbollah: Libanons Armee nimmt Hisbollah-Mitglieder fest

Eine solche Szene schien im Libanon jahrzehntelang undenkbar: Soldaten der Armee stoppen Mitglieder der Hisbollah auf der Straße und nehmen sie wegen Waffenbesitzes fest. Dabei soll es nicht bleiben.

Erstellt von - Uhr

Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / SimpLine

In einem beispiellosen Schritt hat die Armee im Libanon mit Kontrollen und Festnahmen mutmaßlicher Hisbollah-Mitglieder begonnen. 13 Mitglieder der schiitischen Organisation seien am Dienstag festgenommen worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Justizkreisen. Die Armee habe sie an einem neu eingerichteten Straßen-Kontrollpunkt mit Waffen im Auto gestoppt. Die Armee kontrolliert Autos, die aus dem Süden in Richtung der Hauptstadt Beirut fahren.

Die libanesische Regierung hatte militärische Aktivitäten der vom Iran unterstützten Miliz am Montag für illegal erklärt. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer Widerstandsbewegung, die über Jahrzehnte im Land teils geduldet wurde, zu einer verbotenen Organisation. Die Regierung im Libanon steht auch unter Druck, eine beschlossene Entwaffnung der Hisbollah durchzusetzen, die als wichtigster nicht staatlicher Verbündeter Teherans gilt - und derzeit selbst im Krieg ist.

Aus Armeekreisen hieß es, weitere Festnahmen an Kontrollpunkten seien geplant. Es dürfte für die Armee aber schwer sein, die militärischen Aktivitäten der Hisbollah ganz zu verbieten, ohne einen eigenen Krieg mit der immer noch mächtigen Miliz zu riskieren.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":

/roj/news.de

Themen:

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.