Iran-Krieg: Irak: Drohnenangriff auf US-Militärstützpunkt in Bagdad
Der Krieg mit dem Iran weitet sich auch auf Nachbar Irak aus. Es kommt zu Drohnenangriffen und Teile der schiitischen Gemeinde fürchten, durch einen geschwächten Iran selbst an Einfluss zu verlieren.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der Krieg mit dem Iran wirkt sich weiterhin auf den benachbarten Irak aus. Am US-Militärstützpunkt in Nähe des Flughafens der Hauptstadt Bagdad schlug heute eine Drohne ein, wie örtliche Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise berichteten. Schäden habe es nicht gegeben. Eine mit Teheran verbündete Miliz beanspruchte heute auch einen Drohnenangriff auf eine US-Basis in Erbil in der Kurdenregion für sich. Zudem habe sie in Erbil ein Hotel angegriffen, in dem US-Soldaten untergebracht seien.
Der Irak teilt sich eine 1.500 Kilometer lange Grenze mit dem Iran. Teheran hat großen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einfluss auf das Nachbarland unter anderem durch die mächtigen, Iran-treuen Milizen dort. Teile der schiitischen Gemeinde im Irak fürchten, dass bei einer Schwächung des Irans auch ihr eigener politischen Einfluss im Irak schwinden könnte. Einige Beobachter fürchten neue Unruhen im Irak durch die Entwicklungen im Nachbarland.
Der Irak erlebt seit Jahren eine schwere politische Krise, bei der es wiederholt zu Massenprotesten kam. Dabei kommt es auch zum Machtkampf schiitischer Gruppen im Land, die teils mit Teheran verbündet sind. Das Land erlebte mehrere Kriege unter anderem beim Sturz von Diktator Saddam Hussein 2003 und im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bis 2017. Im Land kam es seitdem mehrfach zu bewaffneten Zusammenstößen und wiederholt auch zu Drohnenangriffen etwa auf US-Stützpunkte.
Berichten zufolge griffen die USA und Israel parallel zu den Militärschlägen im Iran in vergangenen Tagen auch im Irak an. Dabei wurden mindestens elf Angehörige der Iran-treuen Milizen getötet. Eine offizielle Bestätigung dazu gab es nicht.
Der Irak steckt mehrere Monate nach der Parlamentswahl in einem Prozess der Regierungsbildung. Vorige Regierungen in Bagdad waren meist bemüht, gute Beziehungen nach Teheran wie auch nach Washington zu bewahren.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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