Krieg in Nahost: Gebäude von Expertenrat bei Angriff im Iran getroffen
Das iranische Staatsoberhaupt Chamenei ist bei einem israelischen Angriff getötet worden. Ein Gremium Geistlicher soll seinen Nachfolger bestimmen. Nun wurde ein Gebäude des Expertenrats zerstört.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Das Gebäude eines Expertenrats einflussreicher Geistlicher im Iran ist nach Medienberichten bei einem Angriff in der Stadt Ghom getroffen und schwer beschädigt worden. Es gab allerdings widersprüchliche Angaben aus Israel und dem Iran zu der Frage, ob dort zum Zeitpunkt des Angriffs gerade ein Gremium iranischer Geistlicher tagte, das einen Nachfolgers von Ajatollah Chamenei bestimmen soll. Staatsoberhaupt und Religionsführer Chamenei war am Samstag bei einem israelischen Angriff getötet worden.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, US-israelische Kräfte hätten das Gebäude des Sekretariats des Expertenrats in Ghom angegriffen. Nach ersten Informationen war das Gebäude zum Zeitpunkt des Angriffs jedoch leer, es hätten sich dort keine Personen befunden. Durch den Raketenangriff seien auch Wohnhäuser und Geschäfte in der Umgebung beschädigt. Mehrere Anwohner und Passanten seien verletzt worden.
Mossad: "Es ist egal, wer heute gewählt wird"
Bereits in der vergangenen Nacht war das Gelände des Expertenrats in Teheran Ziel von Angriffen durch Kampfflugzeuge der US- und israelischen Streitkräfte geworden.
Israelische Medien berichteten dagegen unter Berufung auf Sicherheitskreise, zum Zeitpunkt des Angriffs habe dort eine Abstimmung stattgefunden. Es seien aber offenbar nicht alle 88 Mitglieder des Expertenrats anwesend gewesen, sondern deutlich weniger. Die Berichte ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad veröffentlichte in einem Post auf X in persischer Sprache ein Video, in dem Bilder iranischer Geistlicher zu sehen waren, die wie bei einem Domino-Spiel hintereinander umkippten. "Es ist egal, wer heute gewählt wird, sein Schicksal ist schon besiegelt", heißt es in dem Post. "Nur das iranische Volk wird seinen künftigen Anführer wählen."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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