Nuklear-Vereinbarung: Deutschland kooperiert mit Frankreich bei Atom-Abschreckung

Gemeinsame Nuklearübungen, neue Steuerungsgruppe und strategische Besuche: Was hinter dem deutsch-französischen Schulterschluss bei der Abschreckung steckt.

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Deutschland und Frankreich haben eine enge Zusammenarbeit bei der militärischen Abschreckung unter Einbeziehung des französischen Atomschutzschilds vereinbart. Dazu sei eine hochrangige Nuklear-Steuerungsgruppe eingerichtet worden, die über die Zusammenarbeit im konventionellen und atomaren Bereich sowie bei der Raketenabwehr berät, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Als erste konkrete Schritte in diesem Jahr seien eine konventionelle Beteiligung Deutschlands an französischen Nuklearübungen, gemeinsame Besuche strategischer Einrichtungen sowie die Weiterentwicklung konventioneller Fähigkeiten mit europäischen Partnern geplant. Frankreich und Deutschland würden außerdem ihre Fähigkeiten unterhalb der nuklearen Schwelle verbessern, insbesondere in den Bereichen Frühwarnung, Luftverteidigung und Präzisionsschlägen in der Tiefe.

Die deutsch-französische Zusammenarbeit werde die nukleare Abschreckung der Nato ergänzen, aber nicht ersetzen, hieß es in der Erklärung. Macron hatte europäischen Partnern angeboten, enger als bisher unter Frankreichs atomaren Schutzschirm zu rücken. Mit Großbritannien, das ebenfalls über Atomwaffen verfügt, war eine engere Kooperation bereits vereinbart worden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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