Iran-Krieg: Bundeswehr hat mehr als 500 Soldaten im Nahen Osten
Bundeswehr-Soldaten sind im Nahen Osten im Einsatz. Das Verteidigungsministerium spricht von geschützten Unterkünften und betont: Die Soldaten waren kein unmittelbares Ziel von Angriffen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Bundeswehr hat mehr als 500 Soldaten als Beitrag zu internationalen Militäreinsätzen im Nahen Osten. Die Männer und Frauen seien allesamt wohlauf und in geschützten Unterkünften oder geschützten Positionen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) werde sich heute mit den Kontingenten in einer Schalte absprechen und über die Lage informieren lassen. Die eingesetzten Soldaten seien auf multinationalen Stützpunkten.
"Das heißt, für alle Abwehrmaßnahmen, Verteidigungsmaßnahmen sind die Gastgeber beziehungsweise die anderen Nutzer, die die Basen federführend betreuen, zuständig. Und da gibt es entsprechende Möglichkeiten", sagte der Sprecher.
Bundeswehr war "nicht unmittelbares Ziel"
Er verwies auch auf Angriffe auf diese multinationalen Militärstützpunkte am Wochenende. Die Bundeswehrangehörigen seien "nicht unmittelbares Ziel" gewesen. Das merke man auch, wenn man die Größe der Stützpunkte und die Orte der Einschläge betrachte.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind noch jeweils mehr als 200 Soldaten bei den Einsätzen im Irak/Jordanien sowie im Libanon und vor der Küste des Landes. Zudem stellt die Bundeswehr Verbindungspersonal in Kuwait und in Katar für den Einsatz im Irak sowie weitere Soldaten, die die EU-Marineoperation "Aspides" im Roten Meer unterstützen. Die im UN-Einsatz fahrende Fregatte "Nordrhein-Westfalen" ist derzeit vor Zypern.
Regierungssprecher Stefan Kornelius machte deutlich, dass Deutschland zum Schutz der eigenen Soldaten bereit sei, sich aber nicht an dem Krieg beteiligt. Er sagte: "Wir reden über den Selbstschutz der Bundeswehr, den Selbstschutz der dort stationierten Soldaten. Die Formulierung bringt zum Ausdruck, dass wir uns das Recht vorbehalten, unsere Soldaten in der Region zu schützen, falls sie angegriffen werden."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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