Eskalation in Nahost: Saudi-Arabien: Anlage von Öl-Konzern Aramco angegriffen

Mit einer Produktion von mehreren Millionen Barrel Rohöl täglich ist der Konzern Aramco ein Eckpfeiler in Saudi-Arabiens Wirtschaft. Jetzt geraten dessen Anlagen im Osten unter Beschuss.

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In Saudi-Arabien ist eine Anlage des staatlichen Ölkonzerns Aramco mit mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Zwei Drohnen hätten die Ölraffinerie in Ras Tanura im Osten des Landes attackiert, teilte ein Sprecher des saudischen Verteidigungsministeriums mit. Die Drohnen seien abgefangen und zerstört worden. Durch herabfallende Trümmerteile sei an der Anlage ein Feuer ausgebrochen, Opfer habe es dabei aber nicht gegeben. Einige Trümmerteile seien auch in Wohngegenden heruntergekommen.

Der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete unter Berufung auf das Energieministerium, einige Teile der Anlage seien vorübergehend geschlossen worden. Kurz darauf berichtete der Kanal aber unter Berufung auf das Ministerium, die Ölproduktion und der Betrieb in Ras Tanura laufe normal weiter.

Im Internet kursierten Videos, die dichte Rauchwolken über der Ölanlage zeigen. Die Raffinerie in Ras Tanura zählt mit einem täglichen Volumen von 550.000 Barrel Öl zu den größten des Landes. Der Staatskonzern Aramco äußerte sich selbst zunächst nicht.

Saudi-Arabien zählt zu den größten Ölproduzenten der Welt. Der staatliche Ölkonzern Aramco ist dabei trotz eines angestrebten Wirtschaftsumbaus im Land weiterhin entscheidend für die Staatseinnahmen. Schon vor einigen Jahren wurden unter anderem die größte Ölraffinerie des Landes in Abkaik sowie das Ölfeld Churais getroffen. In der Folge brach die saudische Ölproduktion drastisch ein, die Ölpreise schossen auf dem Weltmarkt in die Höhe.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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