Eskalation in Nahost: Miliz im Irak: Haben US-Truppen in Bagdad angegriffen
Die US-Truppen im Irak waren immer wieder Ziel für die mit dem Iran verbündeten Milizen im Land. Nach der Tötung von Irans oberstem Führer wächst auch hier die Sorge vor einer größeren Konfrontation.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Eine mit dem Iran verbündete Miliz im Irak hat nach eigenen Angaben einen Stützpunkt der US-Truppen in der Hauptstadt Bagdad angegriffen. Sie habe heute am frühen Morgen den US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens mit einer Drohne angegriffen, teilte Saraja Aulija al-Dam mit. Es handle sich dabei um eine "Vergeltung für den getöteten Anführer Ali Chamenei" und eine "Unterstützung" für den Iran. Eine Bestätigung von offizieller irakischer Seite oder vom US-Militär gab es zunächst nicht.
Saraja Aulija al-Dam ist eine kleinere Miliz, die seit einigen Jahren im Irak auf sich aufmerksam machte vor allem mit Angriffen auf US-Truppen und -Konvois im Irak. Sie hat Verbindungen zu den sogenannten Volksmobilisierungseinheiten (PMU), einem einflussreichen Netzwerk aus schiitischen bewaffneten Gruppen, von denen viele vom Iran unterstützt werden und die im Irak großen Einfluss haben.
In Bagdad kam es nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Chamenei am Sonntag bereits zu Protesten am Regierungsviertel mit der US-Botschaft. Hunderte versammelten sich am Eingang zur sogenannten Grünen Zone, ehe Sicherheitskräfte die Menge gewaltsam auflösten. Laut Augenzeugen setzten die Sicherheitskräfte dabei Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein. Die US-Botschaft rief Landsleute im Irak zu großer Vorsicht auf.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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