Sorge vor Angriffen: Iran-Krieg: EU stärkt Einsatz gegen Angriffe auf Schiffe

Die EU reagiert auf den Iran-Krieg: Frankreich stellt zwei weitere Kriegsschiffe, um den Schutz von Frachtern zu verstärken. Es geht um eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Семен Саливанчук

Die EU verstärkt angesichts des Iran-Kriegs ihren Militäreinsatz zur Sicherung der Handelsschifffahrt durch das Rote Meer und den Golf von Aden. Frankreich werde in Kürze zwei zusätzliche Schiffe für die Operation "Aspides" bereitstellen, sagte eine ranghohe EU-Beamtin am Abend in Brüssel. Das Land hat bereits heute einen Zerstörer für den Einsatz abgestellt, je ein weiteres Schiff stellen Italien und Griechenland. Die Einheiten sind unter anderem mit Flugabwehrsystemen ausgerüstet.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte zuvor nach einer Sitzung der EU-Außenminister gesagt, es sei ein starker Anstieg von Schutzanfragen registriert worden.

Die Operation "Aspides" war Mitte 2024 durch einen Beschluss der Außenminister der 27 Mitgliedstaaten gestartet worden. Sie soll Handelsschiffe vor allem vor Angriffen der militant-islamistischen Huthi aus dem Jemen schützen. Die Miliz wird vom Iran unterstützt und hat zuletzt die "volle und unerschütterliche Solidarität" mit Teheran angekündigt.

Das Rote Meer und der sich südlich anschließende Golf von Aden gelten als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Sie liegen zwischen Nordostafrika und der Arabischen Halbinsel und bilden eine zentrale Verbindung zwischen dem Mittelmeer (über den Suezkanal) und dem Indischen Ozean (über die Meerenge Bab al-Mandab). Die aus dem Jemen agierende Huthi-Miliz attackierte dort bereits in der Vergangenheit immer wieder Handelsschiffe, weshalb diese nun von internationalen Streitkräften eskortiert werden. Deutschland beteiligt sich auch an dem Einsatz, hat derzeit allerdings kein Schiff vor Ort.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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