Migration: UN: Tausende sterben weiter auf Fluchtwegen

Im Mittelmeer und auf anderen Migrationsrouten verlieren weiterhin Tausende ihr Leben. Die UN-Organisation IOM warnt: Weniger dokumentierte Fälle bedeuten nicht automatisch mehr Sicherheit.

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Im vergangenen Jahr sind mindestens 7.667 Menschen auf Migrationsrouten weltweit verschollen oder umgekommen. Diese Fälle konnten dokumentiert werden, berichtet die UN-Organisation für Migration (IOM). Die wahre Zahl liege wohl deutlich höher, aber viele Fälle könnten nach dem drastischen Rückgang der Gelder für Hilfsorganisationen nicht mehr dokumentiert werden. Im Jahr davor war 9.200 Todesfälle registriert worden, so viele wie nie seit Beginn der Erhebungen 2014.

Seit Anfang des Jahres seien bereits 606 Todesfälle im Mittelmeer registriert worden (Stand 24. Februar), mehr als je zuvor. Im Jahr davor waren es zu dem Zeitpunkt 285 Fälle. Es gebe Berichte über Hunderte weitere Vermisste. Die IOM ruft dazu auf, Rettungsorganisationen finanziell besser zu unterstützen, Menschenschmugglern das Handwerk zu legen und legale Migrationsmöglichkeiten zu schaffen, damit Menschen sich nicht in Gefahr begeben müssen.

Boote mit Toten von Afrika bis nach Brasilien gedriftet

2025 sind nach IOM-Angaben im Mittelmeer nachgewiesenermaßen fast 2.200 Menschen umgekommen oder verschollen, auf dem Weg von Westafrika auf die Kanarischen Inseln rund 1.200. In beiden Fällen liegen die Zahlen unter denen des Vorjahres. Unter anderem seien drei Boote mit toten Migranten vor den Küsten von Brasilien und karibischen Inseln entdeckt worden, die offenbar von Afrika aus auf die Kanarischen Inseln wollten.

Auf dem amerikanischen Kontinent hätten sich 2025 wahrscheinlich weniger Menschen auf die gefährlichen Migrationsrouten gemacht, so die IOM. Sie registrierte 409 Tote, so wenig wie nie seit Beginn der Erhebungen 2014. Zum dritten Mal in Folge seien die meisten Menschen auf Migrationsrouten in Asien und zwischen dem Horn von Afrika und Jemen sowie Golfstaaten umgekommen, fast 4.000. Das liege unter anderem daran, dass mehr Afghanen aus ihrer Heimat fliehen, berichtet die UN-Organisation.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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