Was passiert, wenn Donald Trump stirbt?: "The Don" macht Affären-Ministerin zur designierten Nachfolgerin
Wenn Donald Trump und sein Vizepräsident JD Vance zeitgleich sterben, muss der "designated survivor" ran. Für den Notfall hat "The Don" allerdings eine Ministerin ausgewählt, die reichlich Dreck am Stecken hat und tief im Affären-Sumpf festsitzt.
Von news.de-Redakteurin Claudia Löwe - Uhr
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- Was passiert, wenn Donald Trump und JD Vance sterben?
- "Designated survivor" muss US-Präsident und Vize im Notfall ersetzen
- Lori Chavez-DeRemer als "Notfallüberlebende": Trump-Ministerin steckt im Affären-Sumpf
In der US-Verfassung ist klar beschrieben, wer das Ruder übernimmt, sollte dem amtierenden Präsidenten etwas zustoßen - doch wie ist die Sachlage, wenn der US-Präsident und sein Stellvertreter zeitgleich sterben? Um derartigen Situationen den Schrecken zu nehmen, kennen die USA das Prinzip des "designated survivor", das im Februar 2026 erneut zur Anwendung kommen wird.
Donald Trump legt "designated survivor" fest, falls er und JD Vance zeitgleich sterben
Wer die Serie "Designated Survivor" mit Kiefer Sutherland in der Hauptrolle nicht gesehen hat, könnte sich die Frage stellen, was ein "designated survivor" eigentlich ist. Wann immer in den USA beispielsweise anlässlich einer Präsidentenrede zur Lage der Nation alle Abgeordneten des Kongresses mit dem amtierenden US-Kabinett zusammenkommen, wird im Vorfeld eine Person aus Regierungskreisen als "Notfallüberlebender" bestimmt, die für den Fall, dass der US-Präsident und seine in Frage kommenden Stellvertreter und Amtsnachfolger beispielsweise bei einem Anschlag ums Leben kommen, die Amtsgeschäfte übernehmen kann.
Donald Trump hält Rede zur Lage der Nation - eine Ministerin muss draußen bleiben
Als Donald Trump in seiner ersten Amtszeit in den Jahren 2018, 2019 und 2020 seine "State of the Union"-Ansprachen hielt, wurden der damalige Landwirtschaftsminister Sonny Perdue, der Energieminister Rick Perry sowie Innenminister David Bernhardt auserkoren, als designated survivors der Präsidentenrede fernzubleiben und an einem sicheren Ort auszuharren. Vor Donald Trumps diesjähriger Ansprache, die "The Don" am 24. Februar 2026 um 21.00 Uhr (Ortszeit) in Washington beginnen wird, fiel die Wahl auf die alles andere als unumstrittene US-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer.
Man könnte meinen, dass für den Ernstfall eine besonders integre Person als "Notfallüberlebender" ausgewählt wird, die skandalfrei und vertrauensvoll wirke - für die MSNBC-Moderatorin Rachel Maddow ist das bei der Wahl von Lori Chavez-DeRemer allerdings nicht der Fall, wie in "Raw Story" zu lesen ist. Das aktuelle Problem der Trump-Regierung liege auf der Hand: Selbst Donald Trumps unauffälligste Kabinettsmitglieder sind derzeit in Skandale verstrickt – was die traditionell unkomplizierte Entscheidung für einen "designated survivor" erheblich erschwert.
Lori Chavez-DeRemer als "designated survivor": Trump-Ministerin in Affären-Skandal verstrickt
Als naheliegende Kandidatin käme eigentlich die Arbeitsministerin in Frage – ein Ressort, das für republikanische Präsidenten traditionell keine Priorität darstellt. Doch Lori Chavez-DeRemer scheidet aus gutem Grund aus: Die Ministerin steht derzeit wegen einer "unangemessenen Beziehung zu einem Mitarbeiter" unter Untersuchung des Generalinspektors. Damit nicht genug: Chavez-DeRemer wird vorgeworfen, während der Arbeitszeit in ihrem Büro Alkohol konsumiert zu haben. Zusätzlich soll sie Reisebetrug begangen haben, indem sie offizielle Dienstreisen zu Zielen erfinden ließ, an denen sie auf Kosten der Steuerzahler Zeit mit Familie oder Freunden verbringen konnte. Ihre Stabschefin und stellvertretende Stabschefin wurden bereits beurlaubt.
Skandale im Trump-Kabinett: Handelsminister steckt im Epstein-Skandal fest
Als Alternative böte sich das Handelsministerium an – ein Ressort, das Maddow zufolge so unscheinbar ist, dass "nur echte Regierungsnerds überhaupt wissen, was das Ministerium macht". Doch auch hier wartet ein Problem: Howard Lutnick, der aktuelle Handelsminister, geriet kürzlich durch neue Details aus den Epstein-Akten in die Schlagzeilen. Demnach unterhielt Lutnick über Jahre hinweg geschäftliche Verbindungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Diese Enthüllungen machen auch ihn zu einem denkbar ungeeigneten Kandidaten für die Rolle des designated survivor – schließlich würde eine solche Ernennung unweigerlich öffentliche Aufmerksamkeit auf seine Vergangenheit lenken.
Donald Trump von "irrwitzigem Chaos" umgeben
Maddows Fazit fällt entsprechend vernichtend aus: "Willst du dieses irrwitzige Chaos gerade ins Rampenlicht stellen?", fragte sie rhetorisch mit Blick auf die Arbeitsministerin. Die Situation verdeutlicht ein grundsätzliches Problem der Trump-Administration: Selbst Positionen, die normalerweise unter dem Radar fliegen, sind von Kontroversen umgeben. Die Tradition des designated survivor sieht eigentlich vor, eine unauffällige Figur auszuwählen – jemanden, der keine Schlagzeilen produziert. Doch wenn selbst die unscheinbarsten Kabinettsmitglieder bei einer Google-Suche Skandale offenbaren, wird diese simple Aufgabe zur echten Herausforderung.
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loc/news.de/stg
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