Dortmund: Mehr als 3.000 Demonstranten gegen Höcke-Auftritt
AfD-Politiker Björn Höcke darf eine Rede im Dortmunder Rathaus halten - das hat ein Gericht entschieden. Doch der Protest gegen ihn auf dem Friedensplatz ist größer als erwartet.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Mehrere Tausend Menschen haben sich trotz Regens am Nachmittag an Protesten gegen einen Auftritt des Thüringer AfD-Landeschefs Björn Höcke im Dortmunder Rathaus beteiligt. Die Polizei sprach in einer ersten Schätzung von gut 3.000 Teilnehmern an den Gegendemonstrationen - das waren weit mehr als von den Veranstaltern erwartet. Sie hatten ursprünglich nur mit 600 Menschen auf dem Friedensplatz vor dem Rathaus gerechnet.
Höcke ist Gastredner beim Neujahrsempfang der AfD-Fraktion. Die Stadt Dortmund hatte noch versucht, seine Rede im Rathaus zu verbieten. Sie war damit aber in einem Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gescheitert. Die Stadt hatte daraufhin am Samstagmorgen Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Münster eingereicht - das Gericht hatte sich aber am Wochenende nicht mehr mit dem Fall beschäftigt.
"Die Stadt Dortmund hat juristisch nichts unversucht gelassen, diese Veranstaltung zu verhindern", betonte ein Sprecher der Stadt.
Die AfD-Ratsfraktion lud zu ihrem Neujahresempfang nach eigenen Angaben 280 Gäste ein, Höcke soll zu kommunalpolitischen Themen reden.
Der Thüringer AfD-Chef ist stark umstritten. Zweimal wurde er wegen der Verwendung einer verbotenen Nazi-Parole rechtskräftig verurteilt. In Thüringen wird die AfD vom dortigen Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet.
AfD-Besuch an den Externsteinen
Höcke hatte am Mittag bereits mit mehreren nordrhein-westfälischen AfD-Politikern die Externsteine im Teutoburger Wald besucht. Ursprünglich sollte das Treffen am nahegelegenen Hermannsdenkmal stattfinden. Dort hatten sich rund 350 Gegendemonstranten versammelt.
Sowohl das Hermannsdenkmal als auch die Externsteine bekamen im Nationalsozialismus eine propagandistische Bedeutung, sie haben für rechtsextreme Kreise bis heute als Kultorte eine besondere Bedeutung. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Betreiber der beiden Ausflugsziele kämpft seit Jahren gegen die Vereinnahmung der Orte durch Rechtsextreme.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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