Karoline Leavitt: "Dann hat er also gelogen!" Trump-Sprecherin nach Verrat vorgeführt
Donald Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt verrät offenbar den US-Präsidenten, nachdem ein rassistisches KI-Video über die Obamas hohe Wellen schlug. Kritiker erheben Lügen-Vorwürfe.
Von news.de Redakteurin Sabrina Böhme - Uhr
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- Verrat in Trumps Reihen? Karoline Leavitt offenbart Widerspruch.
- Nach dem rassistischen Video über die Obamas: Trump veröffentlicht Beiträge selbst.
- Kritiker werfen US-Präsidenten Lügen vor.
- Trump streitet Veröffentlichung ab.
Mit einem rassistischen KI-Video, das Barack und Michelle Obama als Affen zeigt, verstrickte sich Donald Trump in Widersprüche. Es bleibt die Frage, wer das Video veröffentlicht hat. Der US-Präsident behauptete, nicht dahinterzustecken. Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weißen Hauses, fällt ihm jetzt offenbar in den Rücken.
Verrat im Weißen Haus: Karoline Leavitt widerspricht Trumps Aussage
Während einer Pressekonferenz am 18. Februar sprach Leavitt allgemein über Donald Trumps Beiträge auf seinem Sprachrohr Truth Social. Ein Journalist bezog sich auf einen Beitrag des Republikaners, in dem er die Kontrolle Großbritanniens über die Insel Diego Garcia als "großen Fehler" bezeichnete. Gleichzeitig hat das US-Außenministerium gesagt, dass es die Übergabe unterstützt. Der Reporter wollte wissen, was der Beitrag bedeutet. Daraufhin fragte er, ob Trump eine Kehrtwende hingelegt hat. Leavitt verwies darauf, dass die Mitteilung "als Politik der Trump-Regierung zu verstehen ist." Sie betonte, dass Trump dahintersteckt. "Wenn man ihn auf Truth Social sieht, weiß man, dass er direkt von Präsident Trump stammt. Das ist das Schöne an diesem Präsidenten und seiner Transparenz."
Rassistisches Video über die Obamas: Trump scharf kritisiert
Kurz nach der Veröffentlichung redete die Pressesprecherin noch ganz anders. Sie behauptete, dass das Video von einem Internet-Meme stammt. Ihre jüngste Erklärung nahmen Trumps Kritiker, darunter Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom, zum Anlass, um zu behaupten, dass Trump das Video doch selbst veröffentlichte:
- "Es sei denn, es ist rassistisch. Da griff plötzlich ein Mitarbeiter nach seinem Handy", heißt es in einem Kommentar von Newsoms Pressesebüro.
- "Und nun bestätigt @PressSec: Donald Trump hat das rassistische Video der Obamas gepostet", schreibt Senatsfraktionsvorsitzender Chuck Schumer.
- "'Sie wissen, dass es direkt von Präsident Trump stammt.' Die Obamas also als Affen? Direkt von Präsident Trump. Sie hat es gesagt", so der Journalist Mehdi Hasan.
- "Dann hat er also gelogen, als er behauptete, der rassistische Obama-Post stamme von jemand anderem", meint Influencer und politischer Kommentator Ed Krassenstein.
Unless it’s racist. Then suddenly a staffer grabbed his phone. https://t.co/Ev5kRrkqPv
— Governor Newsom Press Office (@GovPressOffice) February 18, 2026
Rassismus-Skandal: Trump ist sich keiner Schuld bewusst
Das Video wurde am 6. Februar mit mehreren anderen Clips veröffentlicht. Ein Aufschrei ging durch die Öffentlichkeit und politischen Reihen - auch durch seine eigene Partei. Der US-Präsident sagte, dass er nicht gewusst hätte, "dass das am Ende stand." Er wies jegliche Schuld von sich. Ein Mitglied seiner Administration erklärte, dass es ein Mitarbeiter war. Mittlerweile wurde der Beitrag gelöscht.
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bos/news.de
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