Münchner Sicherheitskonferenz: Frederiksen: Arktis-Einsatz der Nato mit Substanz füllen

Wie weiter im Streit um Grönland? Dänemarks Regierungschefin fordert ein dauerhaftes Engagement der Nato im Arktis-Einsatz und technologischen Weitblick.

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Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat die Nato-Partner aufgefordert, sich dauerhaft im neuen Arktis-Einsatz zu engagieren. "Nun haben wir Arctic Sentry als Rahmen, aber wir müssen ihn mit Substanz füllen", sagte Frederiksen auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Sie und Grönlands Ministerpräsident Jens Frederik Nielsen begrüßten erneut den Start der Mission.

Der Überwachungseinsatz soll für eine stärkere Präsenz des Bündnisses in der Region sorgen. Deutschland beteiligt sich mit Kampfflugzeugen und Kapazitäten zur Luftbetankung und will bald auch neue Seefernaufklärer vom Typ P-8 Poseidon bereitstellen, wie Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte.

Der Nato-Einsatz soll auch den Streit um von US-Präsident Donald Trump formulierte Besitzansprüche auf die Arktisinsel Grönland entschärfen. Sein Vorgehen begründete er mit der Behauptung, dass das zu Dänemark gehörende Territorium sonst nicht vor Russland und China sicher sei.

USA warnen vor Zusammenarbeit von China und Russland

Frederiksen sagte in München, ihr Land habe seit Jahren eine dauerhafte Präsenz der Nato auf Grönland erbeten. Nötig sei nun auch, schon über industrielle Ziele für die Überwachung im Hohen Norden zu reden, weil einige der technologischen Fähigkeiten dafür noch nicht produziert seien.

Unterschiede wurden in der Diskussionsrunde bei der Bewertung der aktuellen Sicherheitslage deutlich. Frederiksen und Nielsen machten deutlich, dass sie eine Bedrohung durch China und Russland eher als mögliches künftiges Problem sehen, dem vorzubeugen sei.

Dagegen äußerte sich die US-Senatorin Lisa Murkowski alarmierter. Sie wies auf schon laufende Erkundungen Chinas hin. "Aber der neue Faktor ist, dass sie es gemeinsam mit Russland machen", sagte sie. Das gelte auch für gemeinsame Bomberflüge und gemeinsame Fahrten von Küstenwache und Marine.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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