Donald Trump: Rassismus-Eklat im Weißen Haus - US-Präsident flutet Netz mit schwarzen Promis
Ein rassistisches Video zeigt Barack und Michelle Obama als Affen im Dschungel und Donald Trump weigert sich, sich zu entschuldigen. Stattdessen startet der US-Präsident eine bizarre Posting-Offensive mit Fotos schwarzer Promis an seiner Seite.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Rassistisches KI-Video über die Obamas sorgt für Empörung – Beitrag inzwischen gelöscht
- Donald Trump weist jede Schuld zurück und startet Foto-Offensive auf Truth Social
- Auch Republikaner reagieren entsetzt
Nach der Veröffentlichung eines rassistischen KI-Videos, das Barack und Michelle Obama als Affen in einer Dschungelkulisse zeigt, verweigerte Donald Trump jegliche Entschuldigung. Der Beitrag ist mittlerweile gelöscht und der US-Präsident behauptet, dass er das Video nicht vollständig gesehen habe. Die Schuld wurde auf einen Mitarbeiter geschoben. Vor Reportern sagte Trump, dass er der "am wenigsten rassistische Präsident" sei, den die USA seit langem hatten. Um diese Aussage zu untermauern, flutete der 79-Jährige seine Plattform Truth Social nun mit unzähligen Fotos von afroamerikanischen Prominenten.
Nach rassistischem Obama-Video: Aufnahmen als Beweis, dass Donald Trump kein Rassist ist
Der US-Präsident teilte zahlreiche Aufnahmen, die ihn gemeinsam mit Stars wie Mike Tyson, Oprah Winfrey, Sean "Diddy" Combs und Michael Jackson zeigen. "Wie schnell die Leute vergessen. So traurig!", kommentierte Trump seine Posts. Die Posting-Offensive des Präsidenten umfasste ein breites Spektrum an Bildern und Videos. Ein TikTok-Clip zeigte Trump beim Händeschütteln mit Will Smith, beim Küssen schwarzer Babys, bei einer Umarmung mit Oprah Winfrey und gemeinsam mit Snoop Dogg. Der ironisch betitelte Beitrag trug die Überschrift "Eine Zeitleiste von Trumps Bigotterie". Besonders seine Verbindung zu Michael Jackson hob der Präsident hervor. Er teilte ein Video über ihre Freundschaft mit den Worten: "Donald Trump schätzt Loyalität sehr – und er war Michael Jackson gegenüber extrem loyal." Auch einen alten Clip von Oprah Winfrey postete er, in dem sie 1988 Trump als Präsidentschaftskandidaten unterstützte.
Donald Trump weist jeden Fehler von sich - scharfe Kritik aus den eigenen Reihen
Das umstrittene Video löste auch innerhalb der Republikanischen Partei heftige Reaktionen aus. Senator Tim Scott, das einzige schwarze Mitglied im US-Senat, bezeichnete den Clip als "das Rassistischste", was er je aus dem Weißen Haus gesehen habe. Zunächst hatte Pressesprecherin Karoline Leavitt das Video noch verteidigt und es als "Internet-Meme" bezeichnet, das Trump als König des Dschungels und Demokraten als Figuren aus König der Löwen darstelle. Einige Stunden später wurde der Beitrag jedoch entfernt. Die Regierung schob die Verantwortung auf einen Mitarbeiter, der den Post "irrtümlich" veröffentlicht habe.
Auf Nachfragen von Journalisten am Freitag wies der Präsident jegliches Fehlverhalten zurück. "Ich habe keinen Fehler gemacht", erklärte Trump. Er habe sich Tausende von Dingen angeschaut und den Anfang des Videos gesehen – dieser sei in Ordnung gewesen. Der Präsident behauptete, der erste Teil des Clips habe sich eigentlich um Wahlmanipulation gedreht. "Es war wohl eine Anspielung auf König der Löwen. Und es war sicherlich ein sehr starker Post in Bezug auf Wahlbetrug", fügte er hinzu. Eine Distanzierung von der rassistischen Darstellung der Obamas blieb aus.
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bua/sfx/news.de
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