Donald Trump: Er stürzt ins Umfrage-Loch - US-Präsident "unter Wasser"

Donald Trump verliert dramatisch an Rückhalt: Nur noch gut 42 Prozent der Amerikaner unterstützen seine Amtsführung. Blutige ICE-Einsätze, Chaos in Minneapolis, Enthüllungen aus den Epstein-Akten und steigende Lebenshaltungskosten setzen dem Präsidenten massiv zu.

Erstellt von - Uhr

Donald Trump stürzt in ein Umfrage-"Loch". (Foto) Suche
Donald Trump stürzt in ein Umfrage-"Loch". Bild: picture alliance/dpa/AP | Jose Luis Magana
  • Trumps Zustimmungswert fällt auf 42,1 Prozent – 55,2 Prozent lehnen ihn ab
  • Brutale ICE-Einsätze mit zwei getöteten US-Bürgern sorgen landesweit für Proteste
  • Wechselwähler kehren den Republikanern den Rücken – Gefahr für die Kongress-Mehrheit

Die Zustimmungswerte für US-Präsident Donald Trump sind auf einen historischen Tiefpunkt gefallen. Nach aktuellen Daten des Politikportals "RealClearPolitics" unterstützen nur noch 42,1 Prozent der Amerikaner seine Amtsführung. Damit liegt der 79-Jährige deutlich unter der 50-Prozent-Marke. Die Mehrheit der US-Bevölkerung zeigt sich mittlerweile unzufrieden mit dem Präsidenten. Laut den Erhebungen lehnen 55,2 Prozent der Befragten Trumps Politik ab. Meinungsforscher sprechen davon, dass Trump dramatisch "unter Wasser" sei. Bereits zu seinem einjährigen Amtsjubiläum Mitte Januar war der Präsident in ein Umfragetief gerutscht – seitdem ging es nach einer kurzen Erholungsphase kontinuierlich bergab.

Donald Trump "unter Wasser": US-Präsident erschüttert mit brutaler Abschiebepolitik

Als Hauptursache für den Negativrekord gilt das brutale Vorgehen der Abschiebebehörde ICE. Seit Monaten gehen Menschen im ganzen Land gegen die Behörde auf die Straße. Ende Januar eskalierte die Situation dramatisch: Bei einer Demonstration wurde der 37-jährige US-Bürger Alex Pretti von zwei ICE-Beamten erschossen. Er hatte sich schützend vor eine Frau gestellt. Die Agenten beriefen sich auf Notwehr. Diese Darstellung wurde jedoch widerlegt. Nur wenige Wochen zuvor hatte ein ICE-Beamter die US-Bürgerin Renee Good in ihrem Fahrzeug getötet. Beide Opfer waren amerikanische Staatsbürger.

Ablehnung von Trumps Migrationspolitik erreicht Höchstwert

Eine aktuelle Erhebung von "NBC News" bestätigt den Abwärtstrend. Demnach lehnen inzwischen 49 Prozent der Befragten Trumps Grenzschutz- und Einwanderungspolitik entschieden ab. Im vergangenen Sommer lag dieser Wert noch bei 38 Prozent, im April 2025 sogar nur bei 34 Prozent. In derselben Umfrage sank die Zustimmung für den Präsidenten auf 39 Prozent – ein Tiefstwert seiner laufenden Amtszeit. NBC-Wahlanalyst Marc Trussler sieht vor allem "das Chaos in Minneapolis" als Ursache für die schlechten Werte. Zusätzlich belasten die Enthüllungen aus den Epstein-Akten, eine oft chaotische Außenpolitik sowie die hohen Lebenshaltungskosten das Image des Präsidenten.

Wechselwähler laufen den Republikanern davon

Besonders besorgniserregend für Trump und seine Partei: Die Wechselwähler kehren den Republikanern in großer Zahl den Rücken. Gerade diese Wählergruppe hatte bei den vergangenen Wahlen den Ausschlag zugunsten der Republikaner gegeben. Die jüngsten Umfragen deuten auf ernsthafte Konsequenzen hin. Bei den Kongress-Zwischenwahlen Anfang November könnte Trumps Partei eine empfindliche Schlappe erleiden. Der massive Vertrauensverlust bei den unentschlossenen Wählern gefährdet die republikanische Mehrheit im Kongress.

Weitere Meldungen rund um Donald Trump finden Sie hier:

/ife/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.