Donald Trump: US-Präsident unter Druck - brisantes Angebot von Epstein-Vertrauter

Ghislaine Maxwell bietet Donald Trump an, ihn im Epstein-Skandal zu entlasten. Doch ihr Preis dafür ist hoch. Die inhaftierte Ex-Partnerin des Sexualstraftäters verweigert jede Aussage, solange der US-Präsident sie nicht begnadigt.

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Der Epstein-Skandal lässt Donald Trump nicht los. (Foto) Suche
Der Epstein-Skandal lässt Donald Trump nicht los. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jose Luis Magana
  • Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell verweigert Aussage vor dem US-Kongress
  • Brisantes Angebot: Entlastung für Trump und Clinton – gegen Begnadigung
  • Demokraten alarmiert: Vorwurf eines politischen Deals hinter Gittern

Die Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell hat am Montag eine Aussage vor dem Aufsichtsausschuss des US-Repräsentantenhauses verweigert. Bei einer Videoschalte in das texanische Bundesgefängnis, wo sie ihre 20-jährige Haftstrafe absitzt, berief sich die ehemalige Partnerin von Jeffrey Epstein auf den Fünften Verfassungszusatz zum Schutz vor Selbstbelastung. Gleichzeitig unterbreitete Maxwell über ihren Anwalt ein bemerkenswertes Angebot: Sie sei bereit, sowohl Donald Trump als auch Bill Clinton von jeglichem Fehlverhalten freizusprechen – allerdings nur unter einer Bedingung. "Maxwell ist bereit, umfassend und ehrlich auszusagen, wenn ihr Präsident Trump Gnade gewährt", erklärte ihr Rechtsbeistand David Oscar Markus gegenüber dem Ausschuss.

Epstein-Skandal weitet sich aus: Ghishlaine Maxwell bietet Donald Trump Entlastungsdeal an

Der Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses bemüht sich derzeit aufzuklären, wie der einflussreiche Finanzier Epstein über Jahre hinweg minderjährige Mädchen sexuell missbrauchen konnte. Die Ermittlungen haben mittlerweile internationale Dimensionen angenommen und erstrecken sich auf zahlreiche Länder weltweit. Im Zuge der Aufarbeitung suchen die Abgeordneten nach Personen aus Epsteins Umfeld, die seinen Missbrauch möglicherweise ermöglicht haben. Bisherige Erkenntnisse belegen, dass sowohl Trump als auch Clinton in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren Kontakt zu Epstein pflegten. Allerdings wurde keinem der beiden Männer bislang glaubwürdig ein Fehlverhalten vorgeworfen.

Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell bietet Donald Trump Entlastung im Missbrauchsskandal an. (Foto) Suche
Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell bietet Donald Trump Entlastung im Missbrauchsskandal an. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jon Elswick

Demokraten wittern Kalkül hinter dem Angebot

Maxwells Anwalt Markus machte in seiner Stellungnahme deutlich, dass weder Trump noch Clinton "keinerlei Fehlverhalten vorzuwerfen" sei. Jedoch könne "nur Frau Maxwell erklären, warum das so ist, und die Öffentlichkeit hat ein Recht auf diese Erklärung". Die demokratischen Abgeordneten reagierten mit scharfer Kritik auf dieses Vorgehen. Sie werteten das Angebot als dreisten Versuch der verurteilten Sexhändlerin, den Präsidenten dazu zu bewegen, ihre langjährige Gefängnisstrafe vorzeitig zu beenden. Maxwell verbüßt derzeit eine 20-jährige Haftstrafe wegen ihrer Beteiligung am Handel mit Minderjährigen.

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/gom/news.de/stg

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