Wladimir Putin: Verzweiflung im Kreml eskaliert - bizarrer Baby-Plan enthüllt

Erst Geldprämien, dann Abtreibungsbremsen – jetzt Schmuddelfilm-Sperre für Kinderlose? In Moskau wird ernsthaft darüber diskutiert, Erwachsenenfilme nur noch Eltern zu erlauben. Der Grund: Russlands demografischer Kollaps.

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Wladimir Putin will nur noch Eltern den Zugriff auf Schmuddelfilme erlauben. (Foto) Suche
Wladimir Putin will nur noch Eltern den Zugriff auf Schmuddelfilme erlauben. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Vyacheslav Prokofyev
  • Kreml-Idee sorgt für Entsetzen: Schmuddelseiten nur noch für Eltern mit Kindern
  • Ziel des Vorstoßes: Mehr Geschlechtsverkehr, mehr Babys, weniger Erwachsenenfilme
  • Hintergrund: Russlands Geburtenrate stürzt dramatisch ab – auf Tiefstand seit 200 Jahren

Russland greift zu immer ungewöhnlicheren Mitteln im Kampf gegen den demografischen Niedergang: Kremlnahe Politiker diskutieren offenbar darüber, Schmuddelfilm-Websites künftig nur noch für Menschen mit Kindern freizugeben. Kinderlose Bürger sollen demnach keinen Zugang mehr zu entsprechenden Inhalten erhalten. Hinter dem Vorstoß steht die Annahme, dass Erwachsenenunterhaltung im Internet Russen davon abhält, reale Partnerschaften einzugehen und Nachwuchs zu zeugen. Die Maßnahme reiht sich ein in eine Serie verzweifelter Versuche, die dramatisch einbrechenden Geburtenzahlen des Landes zu stabilisieren – bislang ohne messbaren Erfolg.

Kreml greift zu immer drastischeren Mitteln - Putin-nahe Abgeordnete treibt Porno-Vorstoß voran

Die kremlnahe Abgeordnete Tatyana Butskaya, stellvertretende Vorsitzende des Parlamentsausschusses für Familienschutz, treibt den Vorschlag voran. Die zweifache Mutter argumentiert, dass Erwachseneninhalte Russen daran hindern, echte Beziehungen aufzubauen. "Die Natur hat es so eingerichtet, dass Teenager vor Hormonen nur so strotzen und einfach Sex haben müssen", erklärte sie gegenüber dem Putin-nahen Radiosender Govorit Moskva. Die 50-Jährige warnte, die Biologie selbst werde untergraben, wenn man die Situation ignoriere: "Denn wenn wir einfach die Augen davor verschließen, dann wird dieses Spermium wahrscheinlich niemals diese Eizelle befruchten."

Die demografische Lage Russlands ist tatsächlich alarmierend. In den ersten drei Monaten des Jahres 2025 kamen lediglich rund 293.000 Babys zur Welt – ein Rückgang von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und der niedrigste Wert seit 200 Jahren. Die Bevölkerungszahl des Landes sinkt kontinuierlich: Von 147,2 Millionen Menschen bei der Volkszählung 2021 auf derzeit geschätzte 146 Millionen. Bereits seit 2016 übersteigt die Sterberate die Geburtenrate – ein Trend, den der Kreml trotz zahlreicher Gegenmaßnahmen bisher nicht umkehren konnte.

Geldprämien, Abtreibungsverbote, Gefängnisfreilassungen: Wie Wladimir Putin die Geburtenrate erhöhen will

Die russische Regierung versucht seit über einem Jahrzehnt, die Geburtenrate mit verschiedenen Maßnahmen anzukurbeln. Schwangere Frauen erhalten finanzielle Zuwendungen, der Zugang zu Abtreibungen und Verhütungsmitteln wurde eingeschränkt. 2023 schlug der Politiker Valery Seleznyov sogar vor, wegen kleinerer Vergehen inhaftierte Frauen freizulassen, damit sie Kinder bekommen können. Doch sämtliche Bemühungen blieben wirkungslos. Putin selbst räumte im vergangenen Jahr ein, dass die bisherigen demografischen Maßnahmen "offenbar nicht ausreichend" seien. Er appellierte an Familien, mindestens drei Kinder zu bekommen – der negative Trend halte dennoch an.

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