Donald Trump: Was steckt hinter dem seltsamen Sinneswandel des US-Präsidenten?

Aktuelle Äußerungen von Donald Trump zur US-Einwanderungspolitik lassen aufmerken. Wer könnte auf den US-Präsidenten eingewirkt haben, dass "The Don" einknickt? Eine frühere Fox-News-Moderatorin äußert einen Verdacht.

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Donald Trumps plötzlicher Sinneswandel im Bezug auf die US-Einwanderungspolitik hat in Washington für Verwunderung gesorgt - wer oder was steckt dahinter? (Foto) Suche
Donald Trumps plötzlicher Sinneswandel im Bezug auf die US-Einwanderungspolitik hat in Washington für Verwunderung gesorgt - wer oder was steckt dahinter? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump rudert plötzlich zurück und plädiert für sanftere Einwanderungspolitik
  • Ex-Moderatorin von "Fox News" hegt Verdacht: Wer hat auf den US-Präsidenten eingewirkt?
  • "The Don" plötzlich versöhnlich: Sind verheerende Umfragewerte der Auslöser?

Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident hat es Donald Trump immer wieder getan: Auf kontroverse Polter-Aussagen von "The Don" folgte häufig ein mit beschwichtigenden Worten vorgetragenes Einlenken, das dem Republikaner den spöttischen Beinamen "TACO-Trump" einbrachte - ein Akronym für "Trump always chickens out", was sich in etwa mit "Trump rudert ständig zurück" übersetzen lässt. In einem Interview mit "NBC News" vollführte Donald Trump nun abermals eine Kehrtwende und überraschte mit Äußerungen zur Einwanderungspolitik in den USA. Dass ausgerechnet Trump als glühender Verfechter einer rigorosen Abschiebepolitik plötzlich eine behutsamere Gangart fordert, sorgte für einige hochgezogene Augenbrauen.

Donald Trump vollführt überraschende Kehrtwende zu US-Einwanderungspolitik

Immerhin hatte der Präsident sein Abschiebungsprogramm bislang konsequent verteidigt und betont, man gehe ausschließlich gegen die "schlimmsten Kriminellen" vor. Nun räumte Trump ein, dass seine Regierung bei der Durchsetzung der Einwanderungspolitik möglicherweise einen "sanfteren Ansatz" hätte verfolgen können. Wie kam diese unerwartete Selbstkritik zustande, die in Washington für reichlich Spekulationen sorgt? Eine ehemalige Fox-News-Moderatorin glaubt, die Antwort zu kennen, wie bei "Raw Story" zu lesen ist.

Ex-Fox-News-Moderatorin äußert Verdacht: "Jemand hat auf Donald Trump eingewirkt"

Gretchen Carlson, einst Moderatorin beim konservativen Sender Fox News, äußerte sich im CNN-Programm "Erin Burnett OutFront" zu den überraschenden Aussagen des Präsidenten. Ihre Einschätzung zu Donald Trump fiel deutlich aus: "Jemand hat auf ihn eingewirkt", erklärte Carlson. Als wahrscheinlichsten Auslöser für Trumps plötzliche Kurskorrektur sieht die Journalistin dessen dramatisch einbrechende Zustimmungswerte. "Vermutlich waren die Umfragen das Erste, was ihn erreicht hat, denn er stürzt bei diesem Thema in den Umfragen absolut ab", so die Einschätzung von Gretchen Carlson. Die Zahlen zur Einwanderungspolitik scheinen den Präsidenten offenbar zum Umdenken bewogen zu haben.

Wie lange bleibt Donald Trump bei seinem zahmen Einwanderungskurs?

Trotz der versöhnlichen Töne aus dem Oval Office bleibt Carlson skeptisch, ob Trumps neue Haltung von Dauer sein wird. Die ehemalige Fox-News-Moderatorin verwies auf gewaltsame Vorfälle in Minnesota, bei dem zwei US-Bürger ums Leben kamen. Zunächst habe der Präsident durchaus Mitgefühl für die Situation gezeigt, sei jedoch wenig später wieder komplett umgeschwenkt. "Ich mache mir jetzt Sorgen, dass diese Kommentare von der letzten Person stammen, die vor dem Interview mit ihm gesprochen hat", erklärte Carlson ihre Bedenken. Die Frage bleibt: Wie lange hält diese neue Tonlage an?

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